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Thema Korea

Zehntausend Kims

Wer sich für Korea-Themen interessiert, der stellt schnell fest, dass sich einige Familiennamen dabei allenthalben wiederholen. Egal ob Politik, Sport oder K-Pop: Überall wimmelt es von Kims, Lees und Parks. Schwedische Physiker der Universität Umea haben sich von diesem Phänomen zu einer Studie mit dem bezeichnenden Namen „The ten thousand Kims“ inspirieren lassen. „Der Familienname ist extrem wichtig in Korea. Seinen Namen abzulegen ist äußerst unüblich und gilt als unehrenhaft“, stellten die Forscher zu Beginn klar, von denen übrigens zwei Koreaner sind und einer davon – wie auch sonst – Kim heißt. Das Forscherteam kommt zu dem Ergebnis, dass bereits im Jahr 500 von den 50.000 damals lebenden Koreanern 10.000 den Namen Kim trugen. Die Schweden stützen sich bei ihrer Untersuchung auf historische Familienbücher. Diese reichen allerdings nur etwa 500 Jahre zurück. Es war aber zu erkennen, dass es seine mathematisch definierbare Korrelation zwischen der Bevölkerungsgröße in Korea und der Häufigkeit des Namens Kim in den Familienbüchern gibt. So konnten die Forscher weiter zurückrechnen bis ins Jahr 500, für das sie einen 20-prozentigen Kim-Anteil ermittelten. Die Studienautoren machten sich auch Gedanken darüber, was diese Ergebnisse für die koreanische Kultur bedeuten: „Wir spekulieren, dass die Antwort Stabilität heißt. Es scheint, als ob der Kern der koreanischen Kultur über die letzten 1500 Jahre intakt geblieben ist. Während die Bevölkerung und der Lebensraum sich änderten blieb dieser Kern unverändert.“