english
Taekwondo Aktuell Startseite
 
 

20 Jahre

Taekwondo Chemnitz

Es ist Samstag. Es ist der 16. März 1991. Der Frühling kommt gerade zum Vorschein. Heinz Gruber und Wilhelm Mair warten mit ihrem Vorführteam in der Turnhalle von „GERMANIA“ in der Annaberger Straße in Chemnitz. Die Halle ist brechend voll. Es passt keiner mehr hinein. Gleich beginnt eine Demonstration. Taekwondo soll gezeigt werden. Ich bin gespannt.

Jetzt geht es los. Die spektakulären Bewegungen ziehen mich sofort in den Bann.
Es wird getreten und gekämpft. Es brechen Holzbretter und Steine. Der Schweiß fließt gnadenlos. Mein erster Gedanke: Das will ich auch machen. Und schon morgen soll meine Chance kommen. Da ist Probetraining. Die Gelegenheit, die beiden Herren mit dem neuen Dialekt etwas näher kennen zu lernen.

Wilhelm Mair hat es berufsbedingt nach Chemnitz verschlagen. Dort unterhält er sich mit Arbeitskollegen und stellt fest, dass diese asiatische Kampfsportart in den neuen Bundesländern auf große Resonanz stößt.
Mitgebracht hat er Heinz Gruber. Er ist der Meister. Mit 38 Jahren und dem 4. Dan im Taekwondo ist er mehrfacher bayrischer und süddeutscher Meister, leitet einige Schulen in Bayern und war Mitglied des Nationalkaders. Das sind doch gute Startbedingungen, um Taekwondo von der Pike auf zu lernen. Für uns Chemnitzer ein Glücksfall.

Das Probetraining ist nur der Anfang. Für mich und meine Kameraden beginnt eine Zeit, in der wir mehrmals wöchentlich trainieren und nahezu jedes Wochenende in die alten Bundesländer fahren, um entweder auf Lehrgängen unser Wissen zu erweitern oder uns mit Gleichgesinnten zu messen.