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1981
20. Juni: 106 Vereine hatten sich für die Gründungsveranstaltung am 20. Juni 2981 im Frankfurter Crest-Hotel angemeldet. Nicht alle nahmen an der historischen Sitzung teil – dafür waren am Ende 33 Schulen und Verein präsent, die bis zuvor nicht Mitglied in der Sektion Taekwondo des deutschen Judo Bundes gewesen waren. 118 Stimmen waren im Raum – eine davon entfiel auf den Sektionsvorstand. Nach einer mehrstündigen und ermüdenden Diskussion wurde die von Hans Siegel vorgelegte und durch Änderungsanträge erarbeitete Satzung von den Delegierten verabschiedet. Es folgte die mit Spannung erwartete Wahl des Bundesvorstandes. Der erste geschäftsführende Vorstand der DTU bestand aus Präsident Heinz Marx, Vizepräsident Wolfgang Schüz, Generalsekretär Hans Siegel und Schatzmeister Norbert Hahn. Unter den Bundesreferenten und Ausschuss-Mitgliedern der ersten Stunde finden sich immerhin drei Herren, die auch heute noch im Taekwondo-Geschehen aktiv sind: Der heutige Präsident der Nordrheinwestfälischen Taekwondo Union (NWTU) Josef Wagner gehörte zum ersten Kassenprüfer-Team, Stefan Klawiter (heute DTU-Ehrenpräsident) und Peter van den Akker (heute NWTU-Vizepräsident) bildeten den Rechtsausschuss.
Hans Siegel, erster Generalsekretär und zweiter Präsident der DTU erinnert sich an die Gründung des Verbands:
„Das letzte Problem auf dem Weg zu einem eigenständigen Mitglied im DSB waren unsere Mitgliederzahlen. Wir mussten mindestens 8.000 Mitglieder haben, um in den DSB aufgenommen zu werden. Als wir etwa 7.000 Mitglieder hatten, beschlossen Marx und ich – wieder einmal auf einer gemeinsamen Heimfahrt im Zug – dass wir den Sprung wagen. Wir leiteten danach alle erforderlichen Schritte, Verhandlungen und Beschlüsse ein. Ich erstellte allein die Einladungsunterlagen, die Satzung und die Geschäftsordnung des neuen Verbandes und ließ die Unterlagen drucken. Die Urschrift der Satzung hatte ich eigenhändig getippt. Sie befindet sich heute noch in meinen Unterlagen. Der neue Verband sollte Deutsche Taekwondo Union heißen. Unsere Mitgliedsvereine wurden nun zur konstituierenden Versammlung eingeladen. In der Gründungsversammlung leitete ich die Diskussion und den Beschluss über die Satzung, weil ich diese ja selbst verfasst hatte und deshalb alle Formulierungen begründen konnte. In der anschließenden Wahl wurden Heinz Marx zum Präsidenten und ich zum Generalsekretär gewählt. Die Gründung der DTU hatte eine Schubwirkung: Wir lagen schon im Gründungsjahr weit über 8000 Mitglieder. Der Weg in den DSB war damit offen und wir stellten den Antrag auf Aufnahme. Über den Aufnahmeantrag stimmte der DSB in einer Versammlung im Römer in Frankfurt positiv ab.“
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