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Aufgepasst!

Von Wolfgang Schmitt

Jeder kennt das Zeichen: Den ausgestreckten, erhobenen Zeigefinger von Lehrer Lämpel aus Max und Moritz, der mahnend in Richtung Schüler erhoben wird und Obacht signalisieren will. Wird dieser Finger allerdings mehrfach seitlich bewegt, von rechts nach links zum Beispiel, dann bedeutet dieser Zeigefinger in den meisten Kulturräumen ein Nein! Was kann man nicht alles mit einem Zeigefinger anstellen.

So einiges. Man zeigt auf etwas, zum Beispiel ein Bild oder eine Person; man gestikuliert mit dem Finger und gibt Bedeutungen weiter (denken Sie auch an den gekrümmten Zeigefinger der Hexe in Hänsel und Gretel) oder nutzt ihn als Instrument. Einen Knopf kann man drücken und damit die Welt vernichten, drückte man mit dem Zeigefinger auf den Startknopf von Atomraketen; als Waffe kann man ihn im Taekwondo benutzen, aber auch jemanden damit streicheln und liebkosen. Oder in der Nase bohren.

Ein Zeigefinger und ganz unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich. Es kommt darauf an, was man erreichen will. Vielfältige Aktivitäten und Anwendungen sind denkbar. Der gestreckte, der gekrümmte, der sich bewegende Zeigefinger allein kann unterschiedliches bedeuten; kombiniere ich den Zeigefinger mit anderen Elementen (meiner Nase, dem Lichtschalter, der PC-Tastatur) ergeben sich weitere Spielarten. Mit anderen Worten, es kommt darauf an, was ich mit dem Zeigefinger machen will! Auf das Ziel kommt es an, auf die Absicht.