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Es gab nichts, was ein Schwarzgurt in meiner Vorstellung nicht schaffen konnte. Und selbstverständlich war jeder, der damals einen schwarzen Gürtel trug, auch charakterlich ein Vorbild. So stand es schließlich in den Büchern, die ich damals gelesen hatte. Und Mr.
Miyagi aus „Karate-Kid“ trug ebenfalls zu dem positiven Image eines Kampfkunst-Meisters bei. Als ich selbst Schwarzgurt wurde, fühlte ich mich weder als Übermensch noch als Heiliger. Und ich merkte, dass meine Vorbilder auch nur Menschen waren. Manche von ihnen rauchten, tranken und waren nicht wirklich in Form – obwohl, rund ist auch eine Form, oder?
Die ultimative Prüfung
Jeder von uns kennt Kampfsport-Trainer, die sich kaum mehr erinnern können, wann sie selbst das letzte Mal geschwitzt haben. Dabei ist der Schwarzgurt doch eigentlich nur der Anfang eines Weges, der nie zu Ende geht – seinen Schwarzgurt muss man sich eigentlich jeden Tag aufs Neue verdienen! Der amerikanische Kampfkunstlehrer Tom Callos rief vor einigen Jahren den „Ultimate Black Belt Test“ ins Leben. Dieses Programm ist eine Schwarzgurtprüfung, die sich über ein ganzes Jahr hinzieht. Die Teilnehmer machen jeden Tag 150 Liegestütze und 150 Sit-ups, außerdem über das Jahr verteilt 1000 Formen und 1000 Runden Sparring. Das sind 20 Formen und 20 Sparringsrunden pro Woche, was sich leicht in zwei Trainingseinheiten packen lässt. Man muss es nur machen. Dazu kommt ein regelmäßiges Ausdauertraining. Wer das durchhält, ist nach einem Jahr sicher in besserer Form als vorher – und hat sich als Kampfkünstler verbessert.
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