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EM Poomsae

Spitzenplatz verteidigt

Zweimal Gold, sechsmal Silber und fünfmal Bronze – für das deutsche Poomsae-Nationalteam bedeutete das den dritten Platz im Medaillenspiegel. Im Medaillenranking der Damen und Herren kam die Mannschaft um Bundestrainer Manuel Kolb und Head of Team Soo-Nam Park sogar auf den jeweils zweiten Platz. „Das beweist, dass wir gerade in den Einzelkategorien starke Leistungen gezeigt haben“, bekräftigte Manuel Kolb.

Das Interesse der europäischen Länder am international traditionsreichsten Poomsae-Turnier ist ungebrochen: 30 Länder (sieben mehr als vor zwei Jahren) und 254 Sportler (50 mehr als 2009) nahmen teil. Mit der italienischen Hafenstadt Genua hatte die Europäische Taekwondo Union (ETU) einen attraktiven Austragungsort gefunden. Große Erwartungen setzte die Poomsae-Szene in den italienischen Verband FITA, der sich schon bei früheren Gelegenheiten als Ausrichter bewährt hatte. Die FITA wurde ihrem Ruf gerecht und stellte ein perfektes Turnier auf die Beine. „Ein besonderes Highlight war die Eröffnungsfeier mit dem Kukkiwon-Demo Team. Für italienisches Flair sorgte ganz stilecht ein Tenor, der von einem Orchester aus Verona begleitet wurde“, berichtete Manuel Kolb. „Unsere besondere Anerkennung gilt dem Präsidenten des italienischen Verbands, Sun-Jae Park und Generalsekretär Angelo Cito. Großer Dank gebührt außerdem Gerrit Eissink, dem Generalsekretär der ETU, für seinen großen Einsatz. Er ist in allen Belangen aktiv, setzt seine Pläne in die Tat um und hat dabei immer ein offenes Ohr für die Teams.“

Gravierende Neuerungen in sportlicher Hinsicht blieben aus. Schon beim Head-of-Team-Meeting wurde allerdings klar, dass ein schnellerer und flüssigerer Stil verlangt werden würde, als bei früheren Euros. „Uns kam das zugute, da wir diesen Stil schon seit einiger Zeit bevorzugen“, so der Bundestrainer. Bei der Auslosung der Startreihenfolge war das Glück mit dem deutschen Team: Viele Sportler konnten sich über einen späten Startplatz freuen. Auf Bitte der Teams wurde das System dahingehend geändert, dass die Startreihenfolge in allen Runden beibehalten wurde – natürlich abzüglich der ausgeschiedenen Kämpfer. Die ursprünglich vorgesehen Methode, die Startreihenfolge in den höheren Runden anhand der erreichten Wertungen festzulegen war aus Gründen der Objektivität nicht auf die Zustimmung der Teams gestoßen.