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Im Sprung eingefroren

Gute Sportfotos müssen Bewegungen und Emotionen für die Ewigkeit festhalten

Kein Journalist, und würde er noch so gut und spannend schreiben, kann all` jene Triumphe und Dramen, die sich tagtäglich im Sport ereignen, in nüchternen Worten zu Papier bringen. Und so „lebt“ gerade der Sportjournalismus – wie kaum eine andere Sparte der schreibenden Zunft – von jenem Bildmaterial, das Profifotografen, zu den Berichten der Textredakteure beisteuern.

Szenenwechsel: Ob die junge Dame am Mattenrand (Foto 1) wohl gute Fotos vom großen Taekwondo-Lehrgang mit nach Hause bringt? Gut möglich. Zum einen ist sie Profifotografin, weiß also ganz genau, wie Personen und Dinge gekonnt in Szene gesetzt werden. Zum anderen zeigt die Tatsache, dass sie selbst barfuß ist und einen weißen Dobok anhat, dass sie mit „unserem“ Sport bestens vertraut ist. Optimale Voraussetzungen, das Geschehen in der Halle in spannenden Bildern einzufangen.
Denn erst das Gefühl für den richtigen Moment, jenen Sekundenbruchteil, in dem etwas Spannendes passiert, bürgt für gelungene Fotos, die man immer wieder gerne anschaut.

Gerade Laien sollten daher fleißig üben. Nicht unbedingt bei der deutschen Meisterschaft, sondern bevorzugt bei kleineren Events, wo der Zugang zum Mattenrand und den Akteuren nicht durch Ordner und Sperren verwehrt wird. Hier – bei kleineren Vereinskämpfen - kann man verschiedene Techniken ausprobieren, quasi die eigenen und die Grenzen der Kamera austesten. Und natürlich die Bewegungsabläufe und -muster der SportlerInnen studieren. Denn wer die nicht kennt, wird mit seiner Fotoreportage schnell in Not kommen: Ein Problem, das übrigens auch vor professionellen Reportern nicht Halt macht: Häufig komme ich als Fotograf der Tagespresse zu Sportevents, mit deren Regeln und Abläufen ich wenig(er) vertraut bin. Da muss man dann höllisch aufpassen, dass auch wirklich ein Highlight „im Kasten“ ist.