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Habt Ihr beim Stichwort „Goldfisch“ auch gleich das Bild von einem leuchtend-orangefarbenen Fischchen vor Euch, das in einem Kugelglas umherschwimmt? Davon solltet Ihr Euch verabschieden: Das vermeintlich typische Goldfischglas sieht zwar dekorativ aus, ist aber ein Beispiel für Tierquälerei, wie sie früher leider oft üblich war. Heute ist bekannt, dass es überhaupt nicht artgerecht ist, die hübschen Fische so zu halten: Das Glas ist schon für einen Fisch zu klein. Mehrere darin zu halten, wie es dem geselligen Goldfisch gefällt, ist gar nicht möglich. Die gewölbten Wände und die davon hervorgerufenen Spiegelungen verwirren die Tiere. Pflanzen können in dem Glas kaum gedeihen, auch Aquariumsfilter und ein Deckel, der vor Keimen schützt, fehlen. In einigen Ländern ist das Goldfischglas deshalb mittlerweile verboten.
Fußballspielende Fische
Aber warum wurden ausgerechnet die Goldfische in so ein unpassendes Gefängnis gezwungen? Zum Verhängnis wurde ihnen neben ihrem dekorativen Äußeren vermutlich ihr Ruf, kleine, anspruchslose und nicht besonders intelligente Tiere zu sein, die sich überhaupt nicht daran stören, in einer Glaskugel zu leben. Das ist aber alles Unsinn: Goldfische sind nur dann klein, wenn sie auf kleinem Raum und unter ungünstigen Bedingungen leben. Haben sie ausreichend Platz und werden gut gefüttert, werden sie um die 30 Zentimeter lang. Interessanterweise wachsen sie ihr Leben lang, allerdings in der Jugend schneller, später nur noch kaum merklich. Ein unter schlechten Bedingungen gehaltenes Exemplar kann auch noch nach mehreren Jahren „nachwachsen“, sobald es in eine bessere Umgebung umquartiert wurde. Bei guter Pflege werden die Tiere außerdem recht alt: 25 Jahre sind keine Seltenheit.
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