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Man kann es ja mal probieren

von Wolfgang Schmitt

Gucken Sie gerne Filme? Es sieht ja da alles so einfach aus, lässt man sich auf die unterschiedlichsten Filmmomente ein. Da sitzt der Meister im Bambushain und meditiert, und später, während er Tee bereitet, führt er den Betrachter in die Wissenschaft der Pflanzen ein und wie diese zum wahren Ich führen kann. Dann wird ein Schüler, der sich im Training ein wenig verletzt hat, oder eine junge, meist arme Frau durch wenige Handgriffen fernöstlicher Massage- und Akupunkturtechniken wieder ein wenig “lebendiger” und zum guten Schluss, nach einem Tag voller Kampfexerzitien, widmet sich der Meister der Kunst der Kalligrafie. Tagesmomente eines (aus Filmszenen zusammengezimmerten) Taomeisters, eines wahren Kampfkunstexperten.

Aber Hand aufs Herz, wer lässt sich von solchen Vorstellungen nicht manchmal selbst beeinflussen und probiert mal das ein oder andere aus. Man versucht zu meditieren, trinkt Tee statt Kaffee, preist die Vorzüge asiatischen Essens (und geht weniger zu McDo und Co.), kauft sich ein Buch über Traditionelle Chinesische Medizin und man versucht, durch all diese Disziplinen seine Mitte, das Tao, zu finden. Irgendwas muss da doch dran sein am Do. Etwas, das über das reine Kämpfen mit Hand und Fuß hinausgeht, etwas… anderes.

 
 


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