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6. Poomsae-Weltmeisterschaft

Beständigkeit und neue Höhen

Damit bestätigte sich der stete Aufwärtstrend, den die Formenläufer auf internationalem Parkett zu verzeichnen haben: Bei den Weltmeisterschaften 2010 und 2009 waren sie jeweils auf Platz fünf gekommen. Neben der starken Teamleistung bewiesen die deutschen Sportler auch große Kontinuität in den einzelnen Disziplinen. So konnten Elvira Fuhrmann und Michael Bußmann ihren Weltmeistertitel verteidigen. Das Damen Synchronteam mit Elvira Fuhrmann, Kirsten Teren und Imke Turner holte Gold – nach Silber in derselben Besetzung im Vorjahr. Die drei sind damit amtierende Welt- und Europameisterinnen. Imke Turner verpasste im Einzellauf haarschaft die Goldmedaille – mit einem Hundertstel Rückstand zur Siegerin aus Taiwan – und wurde so zum zweiten Mal Vizeweltmeisterin in dieser Kategorie. Markus Ketteniß sicherte sich nach zwei jeweils knapp verpassten Platzierungen in den Vorjahren diesmal Bronze und wiederholte damit seinen Erfolg von 2008. Nicole Ketteniß gewann bei ihrem ersten WM-Start im Einzel Silber und ist damit aktuelle Vizewelt- und europameisterin.

 

„Unser Schlüssel zum Erfolg war neben den hervorragenden Einzelleistungen vor allem der tolle Zusammenhalt im Team und die Unterstützung der Sportler untereinander. Jeder, der seinen eigenen Start absolviert hatte, war sofort wieder für das Team da und setzte sich für die anderen ein“, bekräftigte Bundestrainer Manuel Kolb, „es passte einfach alles und trug zur Gesamtleistung bei: Die Vorbereitung der Sportler, die Motivation, die physische und mentale Verfassung, aber auch die Betreuung im Team und die Organisation der gesamten Maßnahme.“ Augenfällig neu waren in diesem Jahr die speziellen Poomsae-Anzüge mit gelben Jacken und blauen Hosen, die kostenlos an die Teams verteilt wurden. Auch wenn die Qualität der Prototypen noch ein wenig zu wünschen übrig ließ, wurden die neuartigen Doboks von den Teams gut aufgenommen. „Davon abgesehen zeichnete sich im Head-of-Team-Meeting ab, dass es keine gravierenden Novitäten gab. Großer Wert wurde nach wie vor auf einen flüssigen Vortrag und auf Technikkombinationen gelegt. Kicks sollten durchaus in den höheren Bereich zielen: Eine Faustbreit über Kopfhöhe war erwünscht, auch mehr wurde gerne gesehen.“ Weitere Neuerungen werden auf die Poomsae-Szene im nächsten Jahr zukommen, wenn die Jahrgänge der einzelnen Kategorien um ein Jahr nach unten korrigiert und Kreativ-Formen ins offizielle Programm aufgenommen werden sollen.