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China und Iran schnitten sportlich am besten ab – Korea brillierte als Gastgeber bei der Weltmeisterschaft im Heimatland des Taekwondo.
Zwei Bronzemedaillen bei den Damen und drei Viertelfinalteilnahmen bei den Herren war die Bilanz der deutschen Mannschaft bei der diesjährigen Weltmeisterschaft im koreanischen Gyeonju. Damit erreichte das Team das erklärte Ziel, die Medaillenausbeute im Vergleich zur letzten WM zu steigern. „Mit zwei Medaillen haben wir unser Minimalziel erreicht“, bestätigte Sportdirektor Sascha Zimmermann. Für Helena Fromm und Sümeyye Manz war es jeweils bereits die zweite WM-Medaille. Helena hatte schon 2007, Sümeyye sogar schon 2005 als damals 16-jährige Bronze geholt. „Sehr wichtig ist für uns, dass die beiden Platzierungen von Sportlerinnen erkämpft wurden, die als Medaillenanwärterinnen galten. Die beiden haben damit ihre stabile Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt und gezeigt, dass sie zur Weltspitze gehören“, erklärte Sascha Zimmermann, „was ich mir für die Zukunft wünsche, sind bei den Damen wie Herren mehr Sportler, die kontinuierlich Leistungen auf Weltebene erbringen. Vorbildlich sind hier die Engländer und Franzosen, bei denen einige Sportler schon seit Jahren mit Regelmäßigkeit immer wieder in die Medaillenränge einziehen.“ Bei den Herren erzielten Sergej Kolb, Alberto Celestrin und Ulvi Kaya mit ihren Viertelfinalteilnamen achtbare Erfolge. „Bei den Sportlerinnen und Sportlern, die nicht in die Nähe von Edelmetall kamen, hatten einige Pech, konnten ihr Potenzial aber zeigen, von anderen haben wir uns mehr erhofft. Wir hatten einige sehr junge Teilnehmer dabei, die sich in dem hochkarätigen Teilnehmerfeld dieser WM noch nicht durchsetzen konnten – in einigen Gewichtsklassen waren sechs bis sieben klare Favoriten am Start“, gab der Sportdirektor zu bedenken.
Kopflastig
Eine große Rolle spielten bei dieser WM die Kopftreffer. Das lag sicherlich daran, dass es für eine Kopftreffer drei Punkte gibt, aber auch an dem Umstand, dass Körpertreffer auf die elektronische Weste nicht immer zu einem Punkt führten. Da Kopftreffer von den Kampfrichtern gegeben werden müssen und nicht aus jedem Blickwinkel gut zu erkennen sind, war auch das Videoreplay sehr gefragt. So gab es Kämpfe, in denen nach einem entscheidenden Kopftreffer erst der eine Coach protestierte, worauf die Kampfrichter zusammenkamen und entschieden, drei Punkte zu geben. Darauf protestierte der andere Coach und die Videoreplay-Kommission annullierte die drei Punkte wieder. Erstaunlich schlecht hatte sich auf den neuen Kampfstil Gastgebernation Korea eingestellt, das die ersten Plätze im Medaillenspiegel erstmals im Damen- wie Herrenbereich räumen musste. Auch andere traditionell starke Nationen wie die USA oder Mexiko hatten das Nachsehen und konnten keine Medaille gewinnen. Ihre Vormachtstellung klar ausbauen konnten dagegen China bei den Damen und Iran bei den Herren.
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