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von Peter Hoffmann
In "Musa – Der Krieger" erweist sich Yeo-Sol, der Sklave eines koreanischen Diplomaten, als verwegener Kämpfer, der vor allem mit der Hellebarde seine Gegner das Fürchten lehrt. Sicherlich kein typisches Werkzeug für einen Leibeigenen, da diese Waffe im alten China eher von Generälen und anderen hoch gestellten Persönlichkeiten genutzt wurde. Genau hier spielt auch der Actionfilm aus Südkorea, der stellenweise mit recht drastischen Bildern aufwartet: Diplomaten aus Korea werden ins China der Ming-Dynastie entsandt, wobei ihre Mission von Anfang an unter keinem guten Stern steht. Denn bereits bei ihrer Ankunft wird die Gesandtschaft der Spionage bezichtigt und festgesetzt. In die Wüste deportiert, wird die Karawane dann von Mongolen angegriffen, wobei nicht nur die chinesischen Bewacher, sondern auch der Chef-Diplomat den Tod findet. Daher beschließen die Überlebenden, nach Korea zurück zu kehren, bis sich, durch die Befreiung einer chinesischen Prinzessin aus den Händen der Reiternomaden, dann doch noch die Chance auftut, die Mission erfolgreich abzuschließen ... letztendlich überlebt, neben der Prinzessin, dann aber nur ein einziger koreanischer Krieger.
Bis zum dramatischen Finale bietet Regisseur Kim Sung-Su eine unglaubliche Vielzahl an Waffen auf - von Dolchen und Schwertern über Wurfklingen bis hin zum Langbogen. Und in der Tat waren all diese Waffen (die viele Kampfsportler heute eher den Samurai zuordnen) auch im alten Korea allgegenwärtig!
Waffentechniken alphabetisch
Trainiert werden sie heute unter anderem im Hanguldo, einer modernen Interpretation der alten koreanischen Schwerttechniken und Waffenkünste, die auf Großmeister Kim Hee-Jong zurück geht: "Das Besondere daran ist, dass das Blocken und Schneiden mit dem Schwert nach dem koreanischen Alphabet erlernt wird", erklärt Josef Römers, Präsident des europäischen Zweigs der World Hanguldo Federation.
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