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Was macht eigentlich…?
Fritz Keller
In der Taekwondo-Szene ist Fritz Keller als Rekord-Deutscher-Meister im Formenlauf bekannt: 13 Mal in Folge – mit einer einzigen Unterbrechung – holte er sich den begehrten Titel. Nach seiner Goldmedaille 2002 zog er sich vom Formen-Wettkampf zurück. Wir sprachen mit dem Ausnahmesportler vom TV Garmisch 1868.
TA: Herr Keller, 1989 nahmen Sie das erste Mal an einer Deutschen Meisterschaft teil und kamen gleich auf den ersten Platz. Sie waren damals 46 Jahre alt und starteten bei den Herren D. Wie kam es denn, dass Sie nicht schon zuvor schon als Formenläufer in Erscheinung getreten sind?
Fritz Keller: Mit Taekwondo angefangen habe ich fast zwanzig Jahre früher, 1971. Zunächst habe ich jahrelang Vollkontakt-Taekwondo trainiert, der Formenlauf spielte für mich damals keine Rolle. Aber 1989 wurde ich überredet, doch einmal bei einem Formenturnier – der bayerischen Meisterschaft in Gauting – zu starten, weil in der Mannschaft meines Vereins ein Sportler ausgefallen war . Ich kam vom Fleck weg auf den ersten Platz und von da an hatte es mich gepackt – ich konzentrierte mich ganz auf den Formenlauf.
TA: Bei ihren ersten Formenturnieren sind Sie noch Hyongs gelaufen, später dann Poomsae. Wie haben Sie diese Umstellung erlebt?
Fritz Keller: Zunächst war ich sehr skeptisch und habe sogar erwogen, mit dem Formenlaufen aufzuhören. Die Poomsae an sich und das Umlernen schienen mir sehr schwierig. Aber dann probierte ich es doch und kam sehr schnell gut mit der Poomsae zurecht.
TA: In der 2007 erschienenen BTU-Chronik ist Ihnen – als einem der erfolgreichsten bayerischen Sportler – ein Beitrag gewidmet. Da ist nachzulesen, dass Ihr negativstes Erlebnis im Taekwondo war, dass Sie 1978 durch die Prüfung zum ersten Dan gefallen sind. Wie kam es dazu?
Fritz Keller: Die Umstände waren denkbar ungünstig: Die Prüfung war in Pforzheim und sollte um 12 Uhr beginnen. Ich fuhr deshalb um 3 Uhr in Garmisch los, um auf jeden Fall pünktlich zu sein. Es hat dann aber in der Nacht so stark geschneit, dass ich auf die allerletzte Sekunde ankam. In der Prüfung selbst machte ich dann auch wirklich alles falsch, was man falsch machen konnte. Bei meinem zweiten Versuch, einige Zeit später, lief es viel besser: Ich bestand als Prüfungsbester.
TA: Was war denn Ihr schönstes Taekwondo-Erlebnis?
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