|
Wir lieben die Kastanie vor allem wegen ihrer tollen braunen Früchte, die im Herbst zur Erde purzeln. Doch es gibt noch viel mehr zu entdecken!
Das Wichtigste vorweg: Die glänzend-braunen Früchte, die Ihr beim Spazierengehen sammelt, dürft Ihr nicht mit den kleineren braunen Maronen verwechseln, die auf dem Weihnachtsmarkt immer so toll schmecken. Essbar sind nur die Edelkastanien. Die ganz normalen Rosskastanien hingegen sind für Menschen sogar leicht giftig. Bestimmte Tiere verzehren sie aber mit Wonne – daher kommt vielleicht auch der Name „Rosskastanie“. Außerdem wurden die Kastanien früher verwendet, um Pferde – also „Rösser“ – die an Wurmerkrankungen oder Husten litten zu heilen.
Kastanien sind nicht nur im Herbst schön: Toll sehen auch ihre Blüten aus, die im Mai sprießen. Auch die Blätter sind markant: Im Gegensatz zur Edelkastanie hat die Rosskastanien nämlich große, gefingerte Blätter – so nennt man es wenn jedes einzelne Blatt aus mehreren – fünf bis sieben – kleineren „Fiederblättchen“ besteht. Die Rosskastanie ist ein Frühlingsbote: Sie ist einer der ersten Bäume, der im Frühjahr seine Blätter entfaltet. In der Schweizer Stadt Bern schreibt man seit dem Jahr 1808 genau auf, wann sich die ersten Kastanienblätter zeigen. Erschreckend: Heute erscheinen die Blätter sieben Wochen früher als 1808, wobei die größte Verschiebung in den letzten zwei oder drei Jahrzehnten stattfand – ein deutliches Zeichen für den Klimawandel auf Grund von zu viel Kohlendioxid in der Luft.
|