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Neben der Form ist auch die Farbe der Masken von Bedeutung: Eine dunkle Hautfarbe steht für Alter. Eine junge Frau hat weiße Haut, ein junger Mann ist rotgesichtig. Maskenspiele waren das Theater des einfachen Volkes. Oft entlarvten sie im Spiel die Fehler der höheren Schichten. Aber auch menschliche Schwächen ganz allgemein waren ein beliebtes Thema. Anders als unsere modernen Theaterstücke waren die Maskenspiele sehr variabel. Die Schauspieler improvisierten, gestalteten Partien länger oder kürzer und fügten neuen Inhalt ein. So kam es, dass eine Aufführung drei oder vier Stunden oder sogar die ganze Nacht dauern konnte. Maskenspiele wurden meist zu Feiertagen aufgeführt, zum Beispiel am ersten Vollmond oder zu Buddhas Geburtstag. Sie fanden unter freiem Himmel statt. Früher durften nur Männer spielen, auch die Frauenrollen. Das war übrigens in Europa über viele Jahrhunderte hinweg auch der Fall. Viele Details – zum Beispiel die Aufführung nur zu hohen Festtagen – zeigen, dass die Maskenspiele in früheren Zeiten nicht so sehr als Kunst empfunden wurden, sondern als Kult oder Gottesdienst. Heute sind die Maskenspiele beliebte Folklore. Sie dauern nicht mehr die ganze Nacht, sondern nur ein oder zwei Stunden und sind sehr vergnüglich. Wie in alten Zeiten kann es passieren, dass das Publikum plötzlich in die Handlung mit einbezogen wird und sich der eine oder andere Zuschauer plötzlich auf der Bühne wiederfindet.
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