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Schokolade!

Zu Ostern hoppeln sie wieder fleißig: Schoko-Hasen in allen Größen, Formen und Geschmacksrichtungen. Wir sind der Frage nachgegangen, wo sie herkommen und warum sie da sind.

 
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Wie kommt der Hase in die Form?

Seit den 1920er Jahren werden Schokohasen maschinell hergestellt. Das Verfahren ist seitdem im Prinzip das gleiche geblieben: Eine bestimmte Menge Schokomasse wird in eine Formhälfte gefüllt. Die zweite Hälfte wird darauf gesetzt, so dass sich eine geschlossene Form ergibt. Diese wird mit Magnethaltern an einer rotierenden Trommel befestigt. Eine komplizierte Mechanik wendet die Form in alle Richtungen. Die flüssige Schokolade verteilt sich so gleichmäßig auf die Innenwände der Form und erstarrt, während sie abkühlt. Anschließend kann der Osterhase aus der Form genommen und in Handarbeit mit Stanniolfolie überzogen werden.

Der Schoko-Osterhase ist eines unserer traditionellsten Lebensmittel – er sieht jedes Jahr ein bisschen anders aus, aber er ist immer in Mode. Und das seit etwa 110 Jahren. Da kamen die ersten Schokoladenhasen auf den Markt. Denn für ihre Herstellung braucht man Milchschokolade und die wurde erst um 1875 „erfunden“.

 
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Warum eigentlich Hasen?

Das Osterfest hat – wie viele unserer Feiertage – seinen Ursprung in heidnischen Bräuchen. Vermutlich stammt das Wort „Ostern“ von „Eostrae“, dem Namen der germanischen Frühlingsgöttin. Der Frühling war für die Menschen in der Vergangenheit ein echter Grund zum Feiern. Da sie weder Heizung noch elektrisches Licht kannten, lebten sie förmlich auf, wenn es im Frühling wieder heller und wärmer wurde und die Pflanzen austrieben. Ein Symbol für dieses neue Leben und die fruchtbare Natur war schon in Altertum das Ei. Für die Christen wurde das Ei zum Symbol für die Auferstehung - und daraus entwickelte sich nach und nach das Osterei. Seit dem 17. Jahrhundert war es üblich, zu Ostern Eier zu verschenken.

Natürlich nicht gewöhnliche Hühnereier, sondern schöne, mit Farbe und Bändern verzierte Exemplare. Dazu erzählten die Eltern ihren Kindern fantasievolle Geschichten, wer diese Eier gebracht hätte: der Fuchs, der Storch, der Kuckuck und auch der Palmesel mussten neben dem Hasen als Eierlieferanten herhalten. Das Rennen machte aber der Hase, der vor allem im Frühjahr als besonders fruchtbar galt. Da passte es gut, die Ostereier dem fleißigen Hasen unterzuschieben. Heute ist der Osterhase selbst ein Symbol für die Osterzeit und den Frühling.

 
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Werden tatsächlich Weihnachtsmänner zu Osternhasen?

Hartnäckig hält sich das Gerücht, übrig gebliebene Weihnachtsmänner würden eingeschmolzen und kämen als Osterhasen wieder auf den Markt – und umgekehrt. Die Schoko-Industrie weist das weit von sich: Es würde sich schlichtweg nicht lohnen, die Weihnachtsmänner mühevoll auszupacken, einzuschmelzen und neu in Form zu bringen. Deshalb gibt es nach den Feiertagen auch immer so viele Hasen im Sonderangebot, die dann zwar nicht mehr Saison haben, aber doch noch sehr lecker schmecken.

 
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Sind Schokohasen eigentlich gesund?

Noch im vor-vorigen Jahrhundert wurden Kakaoprodukte in der Apotheke verkauft. Sie galten als kräftigend und gut für die Psyche. Heute haben Untersuchungen bestätigt, dass dem tatsächlich so ist. Vor allem Bitterschokolade, die viel Kakao enthält, soll gut sein für das Herz-Kreislaufsystem. Außerdem sind in der Schokolade Stoffe, die das Nervensystem anregen und die Stimmung verbessern. Leider enthält Schokolade aber auch viel Fett und Zucker, und damit jede Menge Kalorien, so dass wir den Osterhasen-Verzehr nicht übertreiben sollten.

 
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Lecker!

Habt ihr zu viele Schokohasen geschenkt bekommen und wisst jetzt nicht, was ihr damit machen sollt? Dann versucht es doch mit einem Schokofondue!
Ihr braucht: Schokolade, Milch, mundgerecht kleingeschnittenes frisches Obst nach Belieben
Gebt die Schokolade mit etwas Milch in einen kleinen Topf und stellt diesen in einem mit Wasser gefüllten größeren auf die warme Herdplatte. Wartet bis die Schokolade schmilzt und rührt ab und zu um. Wenn sich eine cremige Masse gebildet hat, stellt ihr den kleinen Topf auf ein Stövchen. Spießt Obststückchen mit einer Fonduegabel oder einer Kuchengabel auf und tunkt sie in die Schokomasse.




Alle Fotos: pixelio