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Incheon

Koreas Tor zur Welt

Die meisten Korea-Touristen kennen Incheon nur, weil dort der „Flughafen von Seoul“ liegt. Tatsächlich ist Incheon aber eine richtige Stadt – sogar die viertgrößte Koreas. Zu Incheon gehört nicht nur der wichtigste Flughafen des Landes, sondern auch der bedeutendste Hafen. Vom Ausflugsschiff, über die Fähre nach China bis zum Container-Riesen nach Übersee sticht hier alles in See.

Ein ideales Ausflugsziel ist Incheon für diejenigen Reisenden, die sich vor allem in Seoul aufhalten und wenigstens einmal das Meer sehen möchten, solange sie auf der koreanischen Halbinsel sind. Mit der Linie 1, der blauen Linie erreichen Sie die Hafenstadt in etwa einer Stunde. Vorsicht beim Einsteigen: es gibt Suwon

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Bahnen.

Direkt am Bahnhof liegt die Tourist-Information. Dort können Sie sich mit Stadtplänen versorgen. Vor allem beim Taxi-Fahren sind diese Pläne sehr praktisch. Auch wenn Sie kein koreanisch und der Taxi-Fahrer kein Englisch sprechen, können Sie ihm mittels Karte jedes Fahrtziel verdeutlichen.

Sehenswert ist der Fischmarkt. Wenn Sie es wagen möchten, nehmen Sie den Bus – die Linie 26 hält direkt am Markt – ansonsten ein Taxi. In riesigen Wellblechhallen kann man alles besichtigen, was aus dem Meer kommt. Getrocknete Fische, lebende Fische, tote Fische dazwischen auch Undefinierbares, glibberiges Getier, Krebse, Krabben... Wer rohen Fisch mag kann sich einen frisch aus dem Aquarium fangen und zerlegen lassen. Wenn Sie allerdings auf Werksverkauf-Preise hoffen, haben Sie sich getäuscht. Roher Fisch ist teuer, auch auf dem Markt. Dafür ist er hier so frisch wie nirgends sonst. Für Nicht-Koreaner ist der Fischmarkt vielleicht kein Einkaufsparadies, fasziniert aber durch sein ungeheuer exotisches Ambiente. Wenn Sie doch etwas kaufen möchten: es gibt hier auch Küchengerät, z.B. super-scharfe Sushi-Messer.

Ebenfalls sehr koreanisch ist Wolmido, eine Hafenpromenade, die vor allem Ausflügler und einheimische Touristen anzieht. Hier liegt Seafood-Restaurant neben Seafood-Restaurant. Als Tourist wagt man sich zwar oft nicht hinein, kann sich aber an den bizarren Fassaden erfreuen, während man am Meer entlang flaniert. Zu empfehlen ist eine Fahrt mit einem Ausflugsboot. Es stehen verschiedene Routen zur Auswahl, alle kreuzen im Küstenstreifen vor Incheon, vorbei an vielen kleinen Inselchen. Erstaunlich sind die Mitreisenden. Kaum hat das Boot abgelegt, gehen sie unter Deck, um sich dem Bord-Unterhaltungsprogramm, meist koreanischer Musik, zu widmen. Warum Sie das nicht lieber auf dem Festland tun, bleibt rätselhaft. Bei schönem Wetter ist die Schiffsfahrt ein Genuss, vor allem wenn man vorher einige Tage im hektischen Seoul verbracht hat.

In Incheon selbst gibt es keinen Strand. Doch die vorgelagerten Inseln Yongyudo und Muuido besitzen Sandstrände und sind beliebte Ausflugsziele der Koreaner. Muuido ist vom Yeonnan Pier aus mit dem Boot erreichbar. Natürlich kann man in Incheon auch shoppen, wenn man in Seoul noch nicht genug davon bekommen hat. Sinpo Shopping Town bietet alle Besonderheiten der Koreanischen Warenwelt: Straßenmärkte, unterirdische Einkaufsarkaden und Departement Stores.

Im Korea-Krieg spielte Incheon eine wichtige Rolle. Am 15. September 1950 landete hier General Mac Arthur. Auf dem Radio Hill, über dem Hafen hißten seine Männer die Flagge. Der Radio Hill heißt heute Freedom Park, auf dem Hügel erhebt sich eine zehn Meter hohe Statue MacArthurs. Von Freedom Park aus hat man eine ausgezeichnete Sicht über Hafen und Stadt. Etwas enttäuschend ist die China Town Incheons, die fast nur aus einem sehr aufwendig restaurierten Tor besteht. Empfehlenswert ist aber die authentische chinesische Küche, die dort serviert wird.

Wählen Sie für Ihren Ausflug nach Incheon einen sonnigen Tag – dann können Sie sich hier wunderbar vom Großstadt-Stress erholen.

Info:

Schnell und günstig kommt man in Korea mit der U-Bahn fast überall hin – innerhalb Seouls und in die Umgebung. Für Vielfahrer ist eine wieder aufladbare Karte im Kreditkartenformat zu empfehlen, die für Bus und U-Bahn gilt. Diese Karten sind an vielen kleinen Kiosken am Straßenrand, vor allem in der Nähe von Bushaltestellen und U-Bahnhöfen zu kaufen. Die Karte kostet beim Kauf etwa 12 000 Won (ca. 13 Euro), darin sind bereits 10 000 Won Guthaben enthalten. Eine Einzelfahrt mit der Karte ist um 100 Won günstiger als ohne und man muss nicht ständig Fahrscheine lösen. Die Karte wird beim Einstieg in den Bus an das vor dem Fahrer befindliche Feld gehalten (beobachten Sie am besten, wie es die Koreaner machen). Ebenso funktioniert es bei der U-Bahn. Die bewußte Fläche befindet sich zwischen den Drehkreuzen – der Fahrpreis wird beim Verlassen der U-Bahn abgezogen.

 
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