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Mit dem koreanischen Formen-Spezialisten kam eine absoluter Kenner der Szene nach Sindelfingen: Bei der ersten Poomsae-Weltmeisterschaft 2006 war Kang noch als Sportler angetreten und hatte Gold gewonnen. Seither konzentriert er sich ganz auf seine Trainertätigkeit: Drei seiner Schüler kamen bei der Weltmeisterschaft 2009 in Ägypten auf den ersten Platz.
Seine Qualitäten als Profi-Trainer stellte der koreanische Großmeister beim Seminar eindrucksvoll unter Beweis. Es war deutlich zu spüren, dass der Formenexperte nicht nur eine Menge weiß und kann, sondern auch ein echter Formenenthusiast ist. Obwohl er am Vorabend erst aus Korea angekommen war, stürzte er sich drei Tage lang – von Pfingstsamstag bis –montag – mit Feuereifer ins Training und riss durch seine Begeisterung alle mit. Einzeltechniken, ganze Poomsae und Demonstrationen wechselten sich ab, so dass die Konzentration bei den Formenläufern auf einem hohen Level blieb. Mit sicherem Auge erkannte Kang beim Training in der Gruppe Schwächen und gab den Teilnehmern individuelle Tipps, woran diese noch stärker arbeiten sollten. Kang gelang es, die anspruchsvolle Materie so zu präsentieren, dass die Sportler vom Seminar viel mitnehmen konnten und trotzdem drei unterhaltsame Tage verlebten. Dabei überzeugte er durch seine Kompetenz ebenso wie durch seine humorvolle Art. Die Gelegenheit, Fragen zu stellen, wurde von den Teilnehmern ausgiebig genutzt – und Kang blieb keine Antwort schuldig.
Die TUBW entsandte eine große Delegation zum Seminar: Zahlreiche Sportler, die sich in der Rangliste des Landes auf den vorderen Plätzen befinden sowie Kampfrichter nahmen auf Verbandskosten an der Veranstaltung teil. Allen voran mischte sich TUBW-Präsident und WTF-Poomsae-Kampfrichter Wolfgang Brückel unter die Teilnehmer. Auffallend war die starke Beteiligung von Formenläufern aus dem Ausland: Trainer und Sportler aus Belgien, Griechenland, Großbritannien, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Österreich der Slowakei, der Schweiz und Ungarn waren mit von der Partie.
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