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Ein Anfang in dieser Hinsicht wurde bereits mit den neuen Poomsae Hanryu und Bigak gemacht, die für die Finales von wichtigen Turnieren entwickelt wurden. Aber langfristig werden zwei Turnier-Poomsae für Finales nicht ausreichen. Wir haben Sportler von der Jugend bis zum reiferen Meister, wir haben Damen und Herren – deshalb sollten wir bei den Turnier-Poomsae stärker differenzieren, um allen die Chance zu geben, ihre Fähigkeiten voll zur Geltung zu bringen. Bei älteren Sportlern zum Beispiel, sollte sich die Turnier-Poomsae nicht auf schwierige und physisch anspruchsvolle Techniken konzentrieren, sondern auf Möglichkeiten, die besondere Kraft und Energie zu präsentieren, die sich diese Sportlern in Jahren des Trainings erworben haben. Auch für das Publikum ist eine größere Bandbreite von Formen vorteilhaft.
In diese neuartigen Turnier-Poomsae könnte eine freie Sequenz von drei oder vier Bewegungen Länge integriert werden, in der jeder Sportler seine besten Techniken präsentieren und seine eigenen Ideen verwirklichen kann. Ich persönlich bin kein Fürsprecher der Kreativ-Poomsae, da es fast unmöglich wäre, den Punktrichtern einen Leitfaden für deren Beurteilung an die Hand zu geben. Aber eine relative kurze freie Sequenz könnte von erfahrenen Punktrichtern durchaus beurteilt werden. Auch Buchtests könnten die Attraktivität der Turnier-Poomsae steigern. Kaum eine Taekwondo-Demo, die ohne Bruchtests auskommt – warum sollten wir dieses charakteristische und spektakuläre Element nicht nutzen, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Poomsae zu lenken?
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