43rd year - The first Taekwondo-Magazine in the World!

43. Jahrgang - Das erste Taekwondomagazin der Welt!

Mega-Event für Studierende: Universiade Neapel 2019

Die Eröffnungsfeier der 30. Sommer-Universiade am 3. Juli 2019 in Neapel mit der Deutschen Studierenden Nationalmannschaft

12 Studierende vertraten die Farben von Taekwondo-Deutschland bei der diesjährigen Universiade in Neapel. Beste Starterin war Madeline Folgmann im Kyorugi Einzel auf Platz 5.

Vom 3. bis 14. Juli fand in Neapel/Italien die Sommeruniversiade statt – mit rund 8.000 Teilnehmenden aus über 150 Nationen die größte Multisportveranstaltung nach den Olympischen Spielen. Das Event steht – wie der Name nahelegt – ausschließlich Studierenden offen. Die erste Universiade fand 1959 in Turin statt – das Event kehrt damit zum 60-jährigen Jubiläum zurück in sein Ursprungsland.

Seit der Universiade 2017 in Taipei City ist Taekwondo offizielle Sportart im Programm der Sommeruniversiade – zuvor war es sieben Mal in Folge optionale Disziplin. Auf der Homepage des internationalen Universitätssportverbands FISU ist dennoch nachzulesen, Taekwondo würde auch auch als foot fencing – Fußfechten – bezeichnet. Ein Begriff, den die Taekwondoszene gar nicht gerne hört, bezieht er sich doch auf das unschöne Gestochere mit dem Beinen, das für Punkte auf den elektronischen Westen sorgen soll.

Bei der diesjährigen Sommer-Universiade im italienischen Neapel waren über 400 Taekwondosportler aus 31 Nationen gemeldet, die an acht Wettkampftagen vom 7. bis 13. Juli starteten. Beste Nation im Medaillenspiegel war – wenig überraschend – Korea, gefolgt von Iran und Taiwan. Ausgetragen wurden Wettbewerbe im Vollkontakt, Team- und Einzelpoomsae sowie ein Kyorugi-Teamwettbewerb. Das Teilnehmerfeld war relativ gemischt mit international sehr erfolgreichen Athleten, darunter einige amtierende Weltmeister, und Sportlern von den weiter unten gelegenen Plätzen des Worldrankings.

Für Deutschland starteten Isabel Beckstein (Kyorugi Damen -57 kg, Einzel/Team), Steven Behn (Poomsae Team), Madeline Folgmann (Kyorugi Damen -53 kg, Einzel/Team), Ronja Paschke (Poomsae Einzel/Paar), Jasmin Richter (Kyorugi Damen -62 kg: Einzel/Team), Celine Schmidt (Kyorugi Damen -67 kg, Einzel/Team), Yanna Schneider (Kyorugi Damen -73 kg, Einzel/Team), Shajan Sepanlou (Poomsae Einzel/Paar/Team), Martin Stach (Kyorugi Herren -74 kg, Einzel/Team), Lukas Stein (Poomsae Team), Andreas Tausch (Kyorugi Herren bis 80 kg, Einzel/Team) und Philipp Trzeciak (Kyorugi Herren – 87 kg, Einzel/Team). Eine Medaille blieb dem deutschen Team verwehrt. Beste deutsche Taekwondo-Sportler waren Madeline Folgmann auf Platz 5 sowie Ronja Paschke und Shajan Sepanlou im Poomsae-Paarlauf auf Platz 6. Zur Erinnerung: Bei der Universiade 2017 hatten Madeline Folgmann und Shae Rom Kim jeweils Bronze gewonnen, in 2015 Ewald Glesmann ebenfalls Bronze.

Sportpolitisch interessant: Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband ADH bewarb sich nach Abschluss der Universiade 2019 um die Ausrichtung des Events in 2025. Interesse an einer Ausrichtung haben Berlin, Leipzig, Frankfurt/Main und die Metropolregion Rhein-Ruhr bekundet.

Foto Deutsches Team: Arndt Falter