Taekwondo
Koreanische Kampfkunst, Sport und Kultur
Taekwondo über seinen Ursprung, die weltweite Entwicklung, Verbreitung in Europa und Deutschland
Taekwondo ist eine koreanische Kampfkunst, die wörtlich „Weg des Fuß- und Faustkampfes“ bedeutet. Sie zeichnet sich durch dynamische Kicks, präzise Handtechniken und eine starke Betonung von Disziplin, Respekt und Selbstbeherrschung aus. Die moderne Form des Taekwondo entwickelte sich in den 1950er-Jahren in Südkorea, als verschiedene traditionelle koreanische Kampfkünste unter einem einheitlichen Namen und System zusammengeführt wurden. 1955 wurde der Begriff „Taekwondo“ offiziell eingeführt.
In den folgenden Jahrzehnten verbreitete sich Taekwondo weltweit. Internationale Organisationen wie die World Taekwondo Federation (WT) und die International Taekwon-Do Federation (ITF) trugen dazu bei, einheitliche Regeln zu etablieren und den Sport global populär zu machen. Heute wird Taekwondo in über 200 Ländern praktiziert und ist seit dem Jahr 2000 eine olympische Disziplin.
In Europa fand Taekwondo ab den 1960er-Jahren erste Anhänger, vor allem durch koreanische Meister, die als Trainer in verschiedene Länder kamen. Europäische Meisterschaften und Dachverbände stärkten die Vernetzung und Professionalität.
In Deutschland wurde Taekwondo in den späten 1960er-Jahren eingeführt, vor allem durch in Korea ausgebildete Trainer. Der Deutsche Taekwondo Bund (DTB) wurde 1981 gegründet und ist seither die zentrale Organisation für den Sport. Heute zählt Deutschland zu den aktiven Taekwondo-Nationen Europas, mit erfolgreichen Athletinnen und Athleten auf internationaler Ebene sowie einer breiten Basis an Vereinen im Breiten- und Leistungssport.