World Taekwondo – Erstes zentrales Trainingszentrum für Virtuelles Taekwondo

SEOUL, Korea (26. Februar 2026) – World Taekwondo hat Taekwondowon offiziell als zentrales Trainingszentrum für Virtuelles Taekwondo benannt und damit einen historischen Meilenstein in der digitalen Weiterentwicklung des Sports gesetzt. Im Rahmen dessen wurde ein Memorandum of Understanding (MoU) zwischen World Taekwondo und der Taekwondo Promotion Foundation (TPF) unterzeichnet, um die Entwicklung und weltweite Verbreitung von Virtuellem Taekwondo gezielt voranzutreiben.

Die Unterzeichnungszeremonie fand im Hauptsitz von World Taekwondo in Seoul statt. Anwesend waren unter anderem WT-Präsident Dr. Chungwon Choue, Vizepräsident Jinbang Yang, Generalsekretär Jeongkang Seo, TPF-Präsident Jungheon Kim sowie weitere Vertreter beider Organisationen.

Die strategische Partnerschaft verfolgt das Ziel, Virtuelles Taekwondo aktiv zu fördern. Diese Disziplin verbindet Technologien wie Virtual Reality (VR) und Künstliche Intelligenz (KI) und positioniert sich damit an der Spitze der sich dynamisch entwickelnden Esport-Landschaft. Die Initiative gilt als wichtiger Baustein auf dem Weg zur Anerkennung von Virtuellem Taekwondo als offizielle Disziplin der Olympic Esports Games und trägt zugleich dazu bei, Taekwondo als globalen, digital integrierten Sport weiterzuentwickeln.

Das neu geschaffene Trainingszentrum wird das weltweit erste spezialisierte Esport-Trainingszentrum für Taekwondo sein. Auf Basis der hochmodernen Infrastruktur und Trainingskompetenz von Taekwondowon sollen dort verschiedene spezialisierte Programme umgesetzt werden, darunter:

  • Zertifizierungslehrgänge für Wettkampforganisatoren im Virtuellen Taekwondo
  • Entwicklungsprogramme für technische Offizielle
  • Aufbau einer Amateur-Liga im Virtuellen Taekwondo
  • Strukturierte Ausbildungs- und Trainingssysteme für internationale Teilnehmer

Über das internationale Netzwerk von World Taekwondo werden beide Organisationen eng zusammenarbeiten, um Virtuelles Taekwondo weltweit auszubauen und zugleich einen nachhaltigen regulatorischen und institutionellen Rahmen für dessen langfristige Entwicklung zu schaffen.

WT-Präsident Dr. Chungwon Choue erklärte:
„Diese Vereinbarung stellt einen entscheidenden Wendepunkt dar, um Taekwondo auf die Zukunft vorzubereiten. Mit der Einrichtung des Virtual Taekwondo Central Training Center im Taekwondowon wird sich dieser Ort zu einem globalen Zentrum für digitale Innovation im Taekwondo entwickeln.“

Im Zuge der Zeremonie wurde zudem der Ausrichtervertrag für die Para-Taekwondo-Weltmeisterschaften 2026 unterzeichnet, die vom 20. bis 22. November im Taekwondowon in Muju stattfinden werden.

World Taekwondo Olympic Solidarity Trainingscamp in Sydney eröffnet

SYDNEY, Australien (18. März 2026) – Das World Taekwondo Olympic Solidarity Trainingscamp für Jugendliche wurde heute offiziell in Sydney, Australien, eröffnet und markiert den Beginn eines neuntägigen Programms zur Förderung der Entwicklung junger Taekwondoin in ganz Ozeanien.

Gemeinsam organisiert von World Taekwondo (WT), dem Olympic Solidarity Programm des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und der Oceania Taekwondo Union (OTU), bringt das Camp insgesamt 23 Athletinnen, Athleten und Trainer aus Fidschi, Tonga, Vanuatu, Kiribati und Papua-Neuguinea zusammen. Ihre Teilnahme unterstreicht die wachsende Dynamik des Taekwondo in der Region sowie das gemeinsame Engagement der nationalen Mitgliedsverbände Ozeaniens, künftig noch enger bei der Entwicklung von Nachwuchstalenten zusammenzuarbeiten.

Nach dem ersten Oceania Olympic Solidarity Camp, das 2024 auf den Salomonen stattfand, ist das Camp in Sydney die zweite Ausgabe dieser kontinentalen Trainingsinitiative. Gleichzeitig ist es das erste Olympic Solidarity Camp in Ozeanien unter der Leitung des neu gewählten OTU-Präsidenten Maher Magableh, was dem diesjährigen Programm zusätzliche Bedeutung verleiht.

Das Camp läuft bis zum 26. März 2026 und zielt darauf ab, junge Athletinnen und Athleten in ihrer langfristigen Entwicklung zu unterstützen sowie das leistungsbezogene Umfeld insgesamt zu stärken. Im Verlauf des Programms nehmen die Teilnehmer an technischen und taktischen Trainingseinheiten, Athletiktraining sowie an Bildungsangeboten teil, die sowohl die sportliche Leistungsfähigkeit als auch die Trainerkompetenz weiterentwickeln sollen.

Über die Trainingseinheiten hinaus dient das Camp auch als wichtige Plattform für den Austausch von Wissen und die intensivere Zusammenarbeit zwischen den nationalen Verbänden in Ozeanien. Indem Athleten und Trainer in einem gemeinsamen Umfeld zusammengebracht werden, stärkt das Programm die regionale Vernetzung und trägt gleichzeitig zu den umfassenderen Bestrebungen von World Taekwondo bei, nachhaltige Entwicklungsstrukturen in aufstrebenden Taekwondo-Nationen zu etablieren.

Das diesjährige Camp wird zudem durch wertvolle Unterstützung von KPNP ergänzt, das Schutzausrüstung für die Athleten bereitgestellt hat, darunter Arm- und Schienbeinschoner, sowie Trainingsmaterialien wie T-Shirts und Pratzen. Dieser Beitrag trägt dazu bei, optimale Trainingsbedingungen während des gesamten Camps zu gewährleisten.

Die Wirkung des Olympic Solidarity Programms zeigt sich bereits in früheren Trainingsmaßnahmen, die zu Leistungssteigerungen und einer stärkeren internationalen Sichtbarkeit der Athleten beigetragen haben. Aufbauend auf dieser Grundlage soll das Camp in Sydney einen weiteren wichtigen Schritt für die jungen Athleten Ozeaniens darstellen, während sie ihren Weg in Richtung internationaler Spitzenleistungen fortsetzen. Gleichzeitig hofft World Taekwondo, dass die im Rahmen dieser Initiative gewonnenen Erfahrungen und Entwicklungen die Basis für den Fortschritt der Region im Hinblick auf den Olympiazyklus bis Los Angeles 2028 sowie darüber hinaus bis zu den Olympischen Spielen 2032 in Brisbane legen.

World Taekwondo sprach dem IOC, der OTU sowie allen beteiligten Partnern seinen aufrichtigen Dank für die kontinuierliche Unterstützung bei der Umsetzung solcher Initiativen aus, die nicht nur die sportliche Leistungsfähigkeit stärken, sondern auch Zusammenarbeit, Chancen und die olympischen Werte in der gesamten Region Ozeanien fördern.