„Die Kunst des Selbst“ von David Ippen
Wenn Taekwon-Do auf Literatur trifft

In der Alten Rotationshalle des Münchner Zeitungsverlags wurde im Mai 2025 die zweite Auflage von „Die Kunst des Selbst“ von David Ippen vorgestellt. Die Veranstaltung bot einen ungewohnten, zugleich stimmigen Rahmen für die Taekwon-Do-Gemeinschaft, denn im Mittelpunkt stand nicht das Training oder der Wettkampf, sondern die Auseinandersetzung mit den philosophischen Grundlagen des traditionellen Taekwon-Do.
Vor Gästen aus Medien, Verlagswesen und der Taekwon-Do-Szene stellte Ippen sein Werk als Einladung zur Selbstreflexion vor und schlug dabei eine Brücke zwischen traditioneller Kampfkunst und den Anforderungen der heutigen Zeit. Der Gedanke des „Do“ als Lebensweg zog sich dabei wie ein roter Faden durch seine Ausführungen und machte deutlich, dass Taekwon-Do weit über Technik hinausgeht und zu innerer Klarheit, Empathie und persönlicher Entwicklung führen kann.
Eine eindrucksvolle Vorführung des Nationalteams des TTC e.V. ergänzte den Vortrag und machte die Verbindung von Philosophie und Praxis unmittelbar erlebbar. Formenlauf, Freikampf, Selbstverteidigung und Bruchtests zeigten die Vielfalt des traditionellen Taekwon-Do und hinterließen bei vielen Gästen einen bleibenden Eindruck.
Beim anschließenden Austausch wurde spürbar, dass dieser Abend mehr war als eine klassische Buchpräsentation. Er setzte ein Zeichen für Gemeinschaft und für die verbindende Kraft des Taekwon-Do über kulturelle und organisatorische Grenzen hinweg.
Auch das Buch selbst greift diesen Gedanken auf. Es widmet sich bewusst den geistigen Grundlagen des Taekwon-Do und versteht die Kampfkunst als Lebensphilosophie, die Orientierung geben und neue Perspektiven eröffnen kann.
👉 Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von Taekwondo Aktuell.
Fotos: Nadine Henning






