Thomas Bach mit der Taekwondo Humanitarian Trophy ausgezeichnet
MÜNCHEN, Deutschland (14. Mai 2026) – Thomas Bach, IOC-Ehrenpräsident auf Lebenszeit und Vorsitzender der Olympic Refuge Foundation (ORF), wurde am 14. Mai im Rahmen der Taekwondo-Europameisterschaft 2026 in München von World Taekwondo Präsident Chungwon Choue mit der Taekwondo Humanitarian Trophy ausgezeichnet. Ebenfalls bei der Europameisterschaft anwesend war das IOC-Mitglied Samira Asghari.
Bach ist der zweite Preisträger dieser Auszeichnung. Geehrt wurde er für seine außergewöhnliche Führungsleistung und sein langjähriges Engagement für Flüchtlinge und Vertriebene durch den Sport. Während seiner Amtszeit stärkte das IOC die weltweiten Unterstützungsstrukturen für geflüchtete Athletinnen und Athleten und entwickelte die Rolle des Sports als Hoffnungsträger, Motor für Inklusion und Instrument des Friedens weiter. Über die Olympic Refuge Foundation (ORF) unterstützte das IOC zudem maßgeblich die Integration geflüchteter Taekwondo-Athleten in den Spitzensport. Mehr als 500.000 US-Dollar wurden bereitgestellt, um 15 Senior- und Junior-Athleten auf ihrem Weg zu den Olympischen Jugendspielen Dakar 2026 und den Olympischen Spielen Los Angeles 2028 zu fördern.
World Taekwondo Präsident Chungwon Choue sagte:
„In diesem Jahr feiern wir gleich zwei ganz besondere Jubiläen – den 50. Jahrestag der Europameisterschaft und den 50. Jahrestag von Dr. Bachs Olympiasieg in Montreal. Es ist ein ganz besonderes ‚50 und 50‘-Jubiläum, und ich freue mich sehr, Ihnen die Taekwondo Humanitarian Trophy in Ihrem Heimatland überreichen zu dürfen.“
Besonders bedeutend war auch Bachs Unterstützung für die Taekwondo Humanitarian Foundation (THF), die Maßstäbe für die humanitäre Zusammenarbeit im Sport gesetzt hat. Während seiner Präsidentschaft verlieh das IOC der THF den Olympic Cup – die höchste Auszeichnung der Olympischen Bewegung für Organisationen – als Anerkennung ihrer Bemühungen, Flüchtlinge weltweit durch Taekwondo zu stärken. Bach würdigte die THF als eine Organisation, die den humanitären Geist des Olympismus verkörpere, indem sie einigen der verletzlichsten Gemeinschaften der Welt Hoffnung, Bildung und neue Perspektiven eröffne.
Bach hob zudem hervor, dass World Taekwondo unter der Führung von Chungwon Choue der erste internationale Sportverband gewesen sei, der sich den humanitären Initiativen des IOC angeschlossen habe. Damit sei ein historischer Wandel eingeleitet worden, wie internationale Sportverbände gemeinsam auf globale Krisen reagieren können.
Thomas Bach sagte:
„Sport bedeutet humanitäres Engagement. Deshalb tragen wir stets Verantwortung für die Menschen – für die Athletinnen und Athleten, für ihre Bildung und für die Werte, die sie vertreten. Dr. Choue war ein großartiger Partner für mich und für die Olympische Bewegung. Insbesondere durch seine Arbeit mit Flüchtlingen war er der erste Präsident eines internationalen Sportverbandes, der sich unseren Bemühungen anschloss, Flüchtlinge zu den Olympischen Spielen zu bringen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Seitdem sind wir wie Brüder geworden.“
Der erste Träger der Taekwondo Humanitarian Trophy war Seine Hoheit Scheich Mohammed bin Hamad bin Mohammed Al Sharqi, Kronprinz von Fujairah. Er erhielt die Auszeichnung für seine großzügige finanzielle Unterstützung und sein kontinuierliches Engagement für die humanitären Projekte der THF zugunsten von Flüchtlingen weltweit.
Choue nimmt online an ORF-Vorstandssitzung teil und hebt zehn Jahre THF hervor
SEOUL, Korea (20. April 2026) – Der Präsident von World Taekwondo und Vorsitzende der Taekwondo Humanitarian Foundation (THF), Dr. Chungwon Choue, nahm online an der Vorstandssitzung der Olympic Refuge Foundation (ORF) teil.
Ursprünglich sollte die Sitzung im Rahmen des Hope and Dreams Sports Festival 2026 in Jordanien stattfinden. Aufgrund der anhaltenden Einschränkungen des Flugverkehrs im Nahen Osten wurde das Treffen vor Ort jedoch abgesagt.
Während der Sitzung sahen sich die Mitglieder des ORF-Vorstands ein Video zum zehnjährigen Bestehen der THF an. IOC-Ehrenpräsident auf Lebenszeit und ORF-Vorsitzender Dr. Thomas Bach würdigte die Arbeit von Dr. Choue und der THF, insbesondere deren Engagement, die internationale Sportgemeinschaft im Rahmen des Hope and Dreams Sports Festival zum Wohl von Flüchtlingen und vertriebenen Jugendlichen zusammenzubringen.
Thomas Bach erklärte außerdem, dass er hoffe, die ORF-Vorstandssitzung im kommenden Jahr wieder im Rahmen des Hope and Dreams Sports Festival in Jordanien durchführen zu können. Dann wird auch die Olympic Refuge Foundation ihr zehnjähriges Bestehen feiern.
ETU feiert 50 Jahre europäische Taekwondo-Geschichte und Zusammenhalt in München
MÜNCHEN, Deutschland (11. Mai 2026) – Die European Taekwondo Union (ETU) feierte ihr 50-jähriges Bestehen mit einer festlichen Gala in München. Zu den Ehrengästen zählte auch World Taekwondo Präsident Dr. Chungwon Choue.
ETU-Präsident Sakis Pragalos stand im Mittelpunkt der Feierlichkeiten und erhielt große Anerkennung für seine Führung bei der Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den nationalen Mitgliedsverbänden, dem Ausbau kontinentaler Entwicklungsprogramme und der Festigung des europäischen Einflusses innerhalb der weltweiten Taekwondo-Bewegung.
„Das europäische Taekwondo ist eine große Familie“, sagte Pragalos während des Festabends und unterstrich damit den Geist von Zusammenhalt, Freundschaft und einer gemeinsamen Vision, der die ETU seit fünf Jahrzehnten prägt.
Die gemeinsam von der ETU und der Deutschen Taekwondo Union organisierte Veranstaltung brachte Präsidenten nationaler Verbände, Vertreter von World Taekwondo, ehemalige Spitzenathleten, Kampfrichter sowie zahlreiche Persönlichkeiten zusammen, die in den vergangenen 50 Jahren zur Entwicklung des Taekwondo in Europa beigetragen haben.
Als Ehrengast hielt Dr. Chungwon Choue eine Festrede, in der er die historische Bedeutung Europas für die weltweite Entwicklung des Taekwondo hervorhob.
„Europa hat eine entscheidende Rolle bei der Globalisierung des Taekwondo gespielt – insbesondere als Gastgeber zahlreicher Weltklasse-Meisterschaften im Laufe der Jahrzehnte“, erklärte Choue. „Das Engagement von Athletinnen und Athleten, Trainern, Kampfrichtern und Funktionären auf dem gesamten Kontinent hat maßgeblich dazu beigetragen, Taekwondo zu einer der führenden internationalen Sportarten der Welt zu machen.“
Zugleich betonte er, wie wichtig es sei, die pädagogischen Werte und den Geist des Taekwondo zu bewahren und den Sport gleichzeitig für kommende Generationen weiterzuentwickeln und zu modernisieren.
Die Jubiläumsgala war sowohl eine Würdigung der beeindruckenden 50-jährigen Geschichte der ETU als auch ein Ausdruck des Zusammenhalts und der gemeinsamen Zukunftsvision, die das europäische Taekwondo weiterhin prägen.
Paralympics-Siegerin Lisa Kjær Jensen erstmals in den World Taekwondo Council berufen
SEOUL, Korea (23. April 2026) – Die Paralympics-Siegerin Lisa Kjær Jensen ist als erste Para-Taekwondo-Athletin überhaupt in den World Taekwondo Council berufen worden. Mit dieser Entscheidung unterstreicht World Taekwondo sein Bestreben, die Vertretung unterschiedlicher Athletengruppen innerhalb des Verbandes weiter zu stärken.
Jensens Amtszeit läuft bis zu den World Taekwondo Junior Championships 2028 in Lima (Peru). Sie bringt nicht nur ihre Erfahrungen als erfolgreiche Athletin und Paralympionikin ein, sondern auch ihre Expertise im Hochleistungssport und im juristischen Bereich.
Lisa Kjær Jensen gewann die Goldmedaille beim Paralympics-Debüt des Para-Taekwondo in Tokio 2020 und sicherte sich bei den Paralympischen Spielen 2024 in Paris die Bronzemedaille. Im Laufe ihrer erfolgreichen Karriere errang sie zudem vier Weltmeistertitel und fünf Europameistertitel. Für ihre außergewöhnlichen Leistungen wurde sie beim Golden Jubilee Gala Dinner von World Taekwondo als beste Athletin der Paralympischen Spiele Tokio 2020 ausgezeichnet. Im Rahmen der Gala wurden herausragende Sportlerinnen und Sportler aller Olympischen Spiele seit Sydney 2000 geehrt.
Neben ihrer sportlichen Laufbahn war Jensen als Beraterin für den Hochleistungssport bei Parasport Denmark tätig. Dort unterstützte sie die strategische Weiterentwicklung des Leistungssports und der Talentförderung im Para-Sport. Darüber hinaus ist sie stellvertretende Chef de Mission der dänischen Mannschaft für die Paralympischen Spiele 2028 in Los Angeles sowie stellvertretende Vorsitzende der Athletenkommission des dänischen Sportverbandes (DIF).
Auch beruflich verfügt sie über umfangreiche Erfahrung: Seit mehr als 15 Jahren arbeitet sie im dänischen Justiz- und Polizeiwesen und hat sich auf die Bereiche Verbandsführung (Governance), regulatorische Rahmenbedingungen, Compliance und öffentliche Verwaltung spezialisiert.
World Taekwondo Präsident Chungwon Choue sagte:
„Wir freuen uns sehr, Lisa im World Taekwondo Council begrüßen zu dürfen. Viele kennen sie als Paralympics-Siegerin und eine der Wegbereiterinnen des Para-Taekwondo. Neben ihrer außergewöhnlichen Karriere als Athletin bringt sie jedoch auch umfangreiche Erfahrungen in der Athletenentwicklung und der Verbandsführung mit, die für den Council von großem Wert sein werden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit in den kommenden Jahren.“
World Taekwondo Council-Mitglied besucht Azraq-Flüchtlingslager – Flüchtlingsathleten erreichen neuen Meilenstein
AMMAN, Jordanien (19. April 2026) – Das World Taekwondo Council-Mitglied und der Operations Director der Taekwondo Humanitarian Foundation (THF), Maher Magableh, besuchte am 19. April offiziell das Azraq-Flüchtlingslager in Jordanien. Begleitet wurde er vom Vizepräsidenten des jordanischen Taekwondo-Verbandes, Hazem Naimat, sowie dem Leiter der Sicherheitskräfte des Flüchtlingslagers Azraq, Oberst Rufifan Al Majali.
Der Besuch erfolgte auf Wunsch von World Taekwondo Präsident und THF-Vorsitzendem Dr. Chungwon Choue als Zeichen der Solidarität mit der Flüchtlingsgemeinschaft.
Ein besonderer Höhepunkt des Besuchs war die Übergabe neuer Schwarzgurt-Urkunden an Flüchtlingsathletinnen und -athleten. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Taekwondo-Schwarzgurte im Flüchtlingslager Azraq auf 162.
Zum Abschluss des Besuchs fand eine Arbeitssitzung mit den Trainern und ehrenamtlichen Betreuern des Programms statt. Im Mittelpunkt der Gespräche standen das Wohl der Athletinnen und Athleten, die medizinische und ernährungsbezogene Betreuung sowie Trainingskonzepte, mit denen die Sportler auf internationale Wettkämpfe vorbereitet und an die Weltrangliste herangeführt werden sollen.
World Taekwondo erreicht Klimaneutralität für das Jahr 2024
SEOUL, Korea (4. Mai 2026) – World Taekwondo hat erneut sein Engagement für den Umweltschutz unter Beweis gestellt und für das Jahr 2024 Klimaneutralität erreicht. Dies wurde von One Carbon World nach dem Carbon Neutral International Standard offiziell bestätigt.
Die unabhängige Bewertung ermittelte für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 einen CO₂-Fußabdruck von 562,92 Tonnen CO₂-Äquivalenten (CO₂e). Gegenüber dem Jahr 2022 (732,11 Tonnen CO₂e) entspricht dies einer Reduzierung um 23 Prozent, die vor allem auf einen Rückgang der Geschäftsreisen zurückzuführen ist. Auch die Emissionen pro Mitarbeiter konnten von 22,88 auf 18,76 Tonnen CO₂e gesenkt werden.
Die Analyse zeigte, dass mehr als 70 Prozent der Emissionen durch Flugreisen verursacht wurden. Weitere Emissionsquellen waren Hotelübernachtungen (7 Prozent) und Druckdienstleistungen (4 Prozent). World Taekwondo kündigte an, auf Grundlage dieser Ergebnisse die Zusammenarbeit mit Dienstleistern weiter auszubauen und die Erfassung von Reise- und Betriebsdaten zu verbessern, um den CO₂-Ausstoß langfristig weiter zu reduzieren.
World Taekwondo Präsident Chungwon Choue sagte:
„Der Schutz unseres Planeten ist ein zentraler Bestandteil unserer Vision einer besseren Welt durch Taekwondo. Die erreichte Klimaneutralität für das Jahr 2024 ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf diesem Weg. Wir sind stolz darauf, einen Beitrag zu innovativen internationalen Klimaschutzprojekten zu leisten und gleichzeitig unsere eigenen Emissionen kontinuierlich weiter zu reduzieren.“
World Taekwondo startet Online-Nachhaltigkeitskurs während der Mental Health Awareness Week
SEOUL, Korea (4. Mai 2026) – World Taekwondo hat heute seinen neuen Online-Nachhaltigkeitskurs offiziell vorgestellt. Der Start fällt bewusst in die Mental Health Awareness Week und unterstreicht das Engagement des Weltverbandes für einen ganzheitlichen und ausgewogenen Ansatz der Nachhaltigkeit im Sport.
Mit dem neuen Angebot bekräftigt World Taekwondo sein kontinuierliches Engagement für soziale und ökologische Nachhaltigkeit – insbesondere für Gesundheit und Wohlbefinden, einen zentralen Schwerpunkt seiner Nachhaltigkeitsstrategie. Gleichzeitig verdeutlicht der Verband sein umfassendes Verständnis von Nachhaltigkeit im Sport, das Umwelt- und Klimaschutz ebenso einschließt wie Gesundheit und Wohlbefinden, Inklusion sowie verantwortungsvolle Verbandsführung.
Der Kurs kann im individuellen Lerntempo absolviert werden und richtet sich an eine breite Zielgruppe innerhalb der weltweiten Taekwondo-Gemeinschaft. Dazu zählen Mitarbeiter von World Taekwondo, nationale Mitgliedsverbände, Wettkampforganisatoren, Athletinnen und Athleten sowie alle Interessierten, die sich mit den Themen Nachhaltigkeit und Sport beschäftigen möchten.
World Taekwondo Präsident Dr. Chungwon Choue sagte:
„Bildung ist von entscheidender Bedeutung, denn Nachhaltigkeit besteht nicht nur aus Strategien und Richtlinien. Sie lebt von Bewusstsein, Verantwortung und konkretem Handeln. Mit diesem Kurs möchten wir praktisches Wissen vermitteln und Menschen inspirieren – innerhalb der Taekwondo-Gemeinschaft und darüber hinaus –, durch den Sport zu einer inklusiveren, gesünderen und ökologisch verantwortungsvolleren Zukunft beizutragen.“
Präsident Choue überreicht Papst Leo XIV. die Ehrenurkunde zum 10. Dan
VATIKANSTADT (3. Juni 2026) – World Taekwondo Präsident Dr. Chungwon Choue hat Papst Leo XIV. im Rahmen der heutigen Generalaudienz eine Ehrenurkunde zum 10. Dan verliehen.
Präsident Choue wurde begleitet von Kukkiwon-Präsident Ung-suk Yun, WT-Vizepräsident Jinbang Yang, WT-Generalsekretär Jeongkang Seo, WT-Council-Mitglied und Präsident der Oceania Taekwondo Federation Maher Magableh sowie WT-Council-Mitglied und Präsident des italienischen Taekwondo-Verbandes (FITA), Angelo Cito. Begleitet wurde die Delegation außerdem von acht Mitgliedern des World Taekwondo Performance Teams und der FITA unter der Leitung von Ilhan Na sowie sieben jungen Flüchtlingsathletinnen und -athleten aus den Flüchtlingslagern Azraq und Za’atari: Laour Fahed Alahmad, Marwa Ealawi Almahmoud Alshaeikh, Loujain Wesam Alrefaei, Sereen Mohammad Ghuzlan, Huda Khaled Alkhaled, Baraa Mohammad Aldamad und Remas Yaser Haji Ramadan.
Es war das erste Treffen zwischen Präsident Choue und Papst Leo XIV. seit dessen Amtsantritt im Mai vergangenen Jahres und setzte die enge Zusammenarbeit zwischen World Taekwondo und dem Vatikan bei der Förderung des Sports und humanitärer Projekte fort.
Die Ehrenurkunde zum 10. Dan stellt die höchste Graduierung im Taekwondo dar. Präsident Choue dankte Papst Leo XIV. für dessen weltweites Engagement für humanitäre Anliegen.
Bei der Übergabe der Urkunde und eines Doboks entwickelte sich zudem ein herzlicher und humorvoller Moment. In Anspielung auf die bekannte Tennisbegeisterung des Papstes schlug Präsident Choue augenzwinkernd vor, Seine Heiligkeit könne den Dobok künftig auf dem Tennisplatz tragen. Der Papst reagierte darauf mit herzlichem Lachen.
Papst Leo XIV. würdigte seinerseits das Engagement von World Taekwondo und der Taekwondo Humanitarian Foundation (THF) für Flüchtlinge und erklärte, es sei ihm eine besondere Freude gewesen, die Kinder aus den Flüchtlingslagern persönlich kennenzulernen.
Präsident Choue sagte:
„Es war eine große Ehre, Papst Leo XIV. im Rahmen der heutigen Generalaudienz anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Taekwondo Humanitarian Foundation zu treffen und ihm unsere Arbeit zur Unterstützung von Flüchtlingen und Vertriebenen weltweit vorstellen zu dürfen. Papst Leo XIV.s Einsatz für Frieden und die Würde des Menschen entspricht den Werten, die im Mittelpunkt des Taekwondo stehen. Im Geiste unseres Mottos ‚Reborn Together‘ freuen wir uns daher, seine Verdienste mit dieser Ehrenurkunde zum 10. Dan würdigen zu dürfen.“
Der Empfang fand unmittelbar vor dem World Para Taekwondo Grand Prix am 4. Juni sowie dem World Taekwondo Grand Prix vom 5. bis 7. Juni im Foro Italico in Rom statt.
Parallel zu den Grand-Prix-Wettkämpfen wurde vom 5. bis 7. Juni auch das Kim & Liù Tournament ausgetragen. Die sieben jungen Flüchtlingsathletinnen und -athleten erhielten dadurch die Möglichkeit, an einem der größten Taekwondo-Nachwuchsturniere Europas teilzunehmen. Die Sportlerinnen und Sportler sind zwischen sieben und 14 Jahre alt und stammen sämtlich aus Syrien.
Bereits im Mai 2017 hatte Präsident Choue Papst Franziskus die Ehrenurkunde zum 10. Dan verliehen. Im Mai 2018 präsentierte das World Taekwondo Performance Team während der Generalaudienz auf dem Petersplatz eine historische Demonstration. Bereits 2016 war das Team zudem bei der ersten Global Conference on Faith & Sport im Vatikan aufgetreten.
Athletica Vatican – Vatican Taekwondo gehört seit der Anerkennung durch die World Taekwondo General Assembly im Jahr 2021 als offizieller Mitgliedsverband zu den inzwischen 215 nationalen Mitgliedsverbänden von World Taekwondo.
World Taekwondo trauert um Großmeister Dai Won Moon
SEOUL, Korea (18. Mai 2026) – World Taekwondo nimmt Abschied von Großmeister Dai Won Moon, der am 15. Mai verstorben ist. Zu seinem Gedenken richtete der Weltverband vom 18. bis 20. Mai einen Traueraltar in seiner Zentrale in Seoul ein.
Großmeister Moon galt als „Vater des mexikanischen Taekwondo“ und spielte eine entscheidende Rolle bei der Einführung und Entwicklung des Taekwondo in Mexiko. Er gründete die Federación Mexicana de Taekwondo und war deren Präsident. Damit legte er den Grundstein dafür, dass sich Mexiko zu einer der weltweit führenden Taekwondo-Nationen entwickelte.
Auch für World Taekwondo engagierte sich Großmeister Moon über viele Jahre hinweg in verantwortungsvollen Funktionen. Er war Mitglied des World Taekwondo Council sowie Vorsitzender des Technischen Komitees.
World Taekwondo würdigt Großmeister Dai Won Moon als eine Persönlichkeit, der der Weltverband für ihren unermüdlichen Einsatz und ihren unschätzbaren Beitrag zur weltweiten Entwicklung des Taekwondo zu großem Dank verpflichtet ist. Die Gedanken des Weltverbandes gelten in diesen schweren Stunden seiner Familie, seinen Freunden, seinen Schülerinnen und Schülern sowie der gesamten Taekwondo-Gemeinschaft.
World Taekwondo würdigt den italienischen Taekwondo-Pionier Großmeister Young Ghil Park
ROM, Italien (6. Juni 2026) – Im Rahmen des World Taekwondo Grand Prix 2026 in Rom gedachte World Taekwondo Präsident Dr. Chungwon Choue des verstorbenen Großmeisters Young Ghil Park, einer Schlüsselfigur bei der Einführung und Entwicklung des Taekwondo in Italien.
Präsident Choue wurde begleitet von den World Taekwondo Vizepräsidenten Jinbang Yang und Driss El Hilali, den Council-Mitgliedern Jay Warwick und Ahmed Al-Zeyoudi, Generalsekretär Jeongkang Seo, Kukkiwon-Präsident Ung-suk Yun sowie dem World Taekwondo Performance Team.
Gemeinsam besuchte die Delegation das Grab von Großmeister Park am Stadtrand von Rom. Dort legten die Teilnehmer Blumen nieder und gedachten des Verstorbenen mit einer Schweigeminute.
Auch Angehörige von Großmeister Park, darunter seine Ehefrau und sein Sohn, nahmen an der Gedenkfeier teil.
Großmeister Young Ghil Park war im Dezember 2024 verstorben. Er hinterließ ein außergewöhnliches Vermächtnis, das die Entwicklung des Taekwondo in Italien nachhaltig prägte und Generationen von Sportlerinnen und Sportlern auf der ganzen Welt inspirierte.
Seit den Anfangsjahren von World Taekwondo nach der Gründung des Weltverbandes im Jahr 1973 engagierte sich Großmeister Park in führenden Funktionen für die internationale Entwicklung des Taekwondo. Im Jahr 2006 war er Wettkampfleiter der ersten World Taekwondo Poomsae-Weltmeisterschaften in Seoul und trug maßgeblich dazu bei, Poomsae als internationale Wettkampfdisziplin zu etablieren. 2017 wurde er zum Technischen Delegierten der ersten World Taekwondo Beach Championships auf Rhodos (Griechenland) ernannt.
Am Grab erinnerte Präsident Choue an die Verdienste seines langjährigen Weggefährten.
„Wir haben einen außergewöhnlichen Menschen verloren, der sein Leben dem Aufbau des Taekwondo in Italien und der weltweiten Entwicklung unseres Sports gewidmet hat“, sagte Choue. „Seine Leidenschaft für Taekwondo, seine Opferbereitschaft, sein Dienst für andere und seine Bescheidenheit werden niemals in Vergessenheit geraten.“
Er ergänzte:
„In diesem Jahr feiern wir 60 Jahre Taekwondo in Italien – und zugleich 60 Jahre seit Großmeister Park mit nichts weiter als seinem Dobok und einem Traum nach Italien kam. Auch wenn er heute nicht mehr unter uns ist, hat er diesen historischen Meilenstein erst möglich gemacht. Die Feierlichkeiten zu diesem Jubiläum sind ein Zeugnis seines Lebenswerks und seiner Vision.“
Auf dem Grabstein des Großmeisters sind die Worte „GRAN MAESTRO PARK YOUNG GHIL“ eingraviert.
World Taekwondo Performance Team und Ciao Team begeistern Zuschauer in Italien
ROM, Italien (3. Juni 2026) – Das World Taekwondo Performance Team präsentierte gemeinsam mit dem Ciao Team des italienischen Taekwondo-Verbandes (FITA) eindrucksvolle Vorführungen vor Tausenden von Zuschauern in Italien. Die Demonstrationen fanden im Vorfeld des Roma 2026 World Taekwondo Grand Prix und des World Para Taekwondo Grand Prix statt.
Bereits am 31. Mai hatten beide Teams mit einer spektakulären Vorführung am Comer See für Begeisterung gesorgt. Sowohl dort als auch in Rom demonstrierten die Athletinnen und Athleten eindrucksvoll die Kraft, Präzision, Dynamik und technische Perfektion, die den Taekwondo-Sport auszeichnen.
Fans, Einheimische und Touristen erlebten an beiden traditionsreichen Schauplätzen mitreißende Demonstrationen, die die Vorfreude auf den World Para Taekwondo Grand Prix sowie den World Taekwondo Grand Prix vom 5. bis 7. Juni im Foro Italico weiter steigerten.
Bereits in den Jahren 2019, 2022 und 2023 war das World Taekwondo Performance Team vor dem Grand Prix auf der Piazza di Spagna in Rom aufgetreten. Darüber hinaus begeisterte das Team 2018 mit einer historischen Vorführung auf dem Petersplatz im Vatikan sowie bereits 2016 im Rahmen der ersten Global Conference on Faith & Sport.
Die diesjährigen Feierlichkeiten besitzen eine besondere Bedeutung, da der italienische Taekwondo-Verband (FITA) sein 60-jähriges Bestehen feiert. Dieses historische Jubiläum wurde im Rahmen der Abschlussfeier des Roma 2026 World Taekwondo Grand Prix am 7. Juni besonders gewürdigt.
Flüchtlingsathleten erleben spektakuläre Taekwondo-Vorführung am Kolosseum
ROM, Italien (7. Juni 2026) – Am Abschlusstag des Roma 2026 World Taekwondo Grand Prix besuchten sieben junge Flüchtlingsathletinnen und -athleten das Kolosseum. Vor der beeindruckenden Kulisse des historischen Wahrzeichens präsentierten das World Taekwondo Performance Team und das Ciao Team des italienischen Taekwondo-Verbandes (FITA) eine spektakuläre Demonstration.
Die jungen Sportlerinnen und Sportler – Laour Fahed Alahmad, Marwa Ealawi Almahmoud Alshaeikh, Loujain Wesam Alrefaei, Sereen Mohammad Ghuzlan, Huda Khaled Alkhaled, Baraa Mohammad Aldamad und Remas Yaser Haji Ramadan – sind zwischen sieben und 14 Jahre alt. Sie stammen alle aus Syrien und leben in den Flüchtlingslagern Azraq und Za’atari in Jordanien.
Begleitet wurden sie von World Taekwondo Council-Mitglied Maher Magableh, dem World Taekwondo Council-Mitglied und FITA-Präsidenten Angelo Cito sowie World Taekwondo Generalsekretär Jeongkang Seo.
Der Besuch bot den jungen Athletinnen und Athleten die Gelegenheit, eines der berühmtesten Bauwerke der Welt kennenzulernen und stellte einen weiteren Höhepunkt ihrer Reise nach Rom dar.
Den Abschluss bildete eine eindrucksvolle Taekwondo-Vorführung des World Taekwondo Performance Teams gemeinsam mit dem Ciao Team der FITA.
Bereits im Juni 2019 hatte World Taekwondo im Kolosseum Geschichte geschrieben: Damals fand dort erstmals überhaupt eine Siegerehrung einer modernen Sportart statt – im Rahmen des World Taekwondo Grand Prix.
Während ihres Aufenthalts in Rom hatten die jungen Flüchtlingsathletinnen und -athleten zuvor gemeinsam mit World Taekwondo Präsident Dr. Chungwon Choue den Vatikan besucht und Papst Leo XIV. getroffen. Außerdem nahmen sie am Kim & Liù Tournament teil, das parallel zum World Taekwondo Grand Prix im Foro Italico ausgetragen wurde.
Roma 2026 World Taekwondo Grand Prix endet mit Feierlichkeiten zum 60-jährigen Jubiläum des Taekwondo in Italien
ROM, Italien (7. Juni 2026) – Der Roma 2026 World Taekwondo Grand Prix ging mit einer feierlichen Abschlusszeremonie im Foro Italico zu Ende. Mehrere Tausend Zuschauer feierten dabei zugleich das 60-jährige Bestehen des Taekwondo in Italien.
Nach Abschluss der Wettkämpfe nahm World Taekwondo Präsident Dr. Chungwon Choue gemeinsam mit IOC-Ehrenmitglied Francesco Ricci Bitti, dem Präsidenten der World Baseball Softball Confederation Riccardo Fraccari, den World Taekwondo Vizepräsidenten Jinbang Yang und Driss El Hilali, dem World Taekwondo Council-Mitglied und Präsidenten des italienischen Taekwondo-Verbandes (FITA) Angelo Cito, den Council-Mitgliedern Maher Magableh und Ahmed Al-Zeyoudi, World Taekwondo Generalsekretär Jeongkang Seo sowie Kukkiwon-Präsident Ung-suk Yun an der Abschlussfeier teil.
Im Mittelpunkt der Zeremonie standen 60 Jahre Taekwondo-Geschichte in Italien – eine Entwicklung, die mit der Ankunft der Großmeister Sun-jae Park und seines Bruders Young-ghil Park ihren Anfang nahm. Auch Mitglieder der Familie Park waren bei der Feier anwesend.
Mit der Veranstaltung wurde das Lebenswerk der beiden Großmeister gewürdigt, deren Wirken die Geschichte und Entwicklung des Taekwondo in Italien entscheidend geprägt hat.
Präsident Choue dankte allen, die zum Erfolg des Taekwondo in Italien beigetragen haben, und hob insbesondere die Verdienste der Großmeister Sun-jae Park und Young-ghil Park hervor.
„Durch sie wurde ein Funke entzündet. Dieser Funke entfachte eine Leidenschaft und eine Tradition, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Die Athletinnen und Athleten sowie die Kinder, die heute die Matte betreten, führen dieselben Techniken aus und leben dieselben Grundsätze, die bereits vor 60 Jahren vermittelt wurden. Der Geist und die Tradition des italienischen Taekwondo sind stark, authentisch und unerschütterlich.“
Zugleich würdigte Choue den Heimsieg des italienischen Olympiasiegers Vito Dell’Aquila am letzten Wettkampftag des Grand Prix und unterstrich Italiens wichtige Rolle für die weltweite Entwicklung des Taekwondo.
„World Taekwondo verfolgt das Ziel, der angesehenste internationale Sportverband der Welt zu sein. Auf unserem gemeinsamen Weg unter dem Leitgedanken ‚Reborn Together‘ ist Italien ein Vorbild. Italien verkörpert alles, wofür wir stehen: gelebte Tradition, sportliche Spitzenleistungen, Innovation und humanitäres Engagement. Den Champions der Vergangenheit, den Verantwortlichen der Gegenwart und den Athletinnen und Athleten der Zukunft danke ich für 60 Jahre Exzellenz. Lassen Sie uns gemeinsam die nächsten 60 Jahre gestalten.“
Auch FITA-Präsident Angelo Cito hob in seiner Ansprache die friedensstiftende Kraft des Taekwondo hervor.
„Taekwondo ist unser Leben. Nach Italien gebracht wurde es von zwei Menschen – den Großmeistern Sun-jae Park und Young-ghil Park. Ohne sie hätte diese Geschichte niemals begonnen. Sechzig Jahre voller Herausforderungen und Schwierigkeiten liegen hinter uns. Doch mit unserer Leidenschaft wussten wir stets, dass wir durch Taekwondo die Welt ein Stück besser machen können. Heute zeigt sich das besonders eindrucksvoll in der Taekwondo Humanitarian Foundation, die Präsident Choue vor zehn Jahren ins Leben gerufen hat.“
Ein weiterer Höhepunkt der Abschlussfeier war die gemeinsame Vorführung des World Taekwondo Performance Teams und des Ciao Teams der FITA. Sie bildete den krönenden Abschluss einer Reihe vielbeachteter Demonstrationen am Comer See, auf der Piazza di Spagna, im Foro Italico und am Kolosseum.
Die Feier endete mit einer emotionalen Darbietung der italienischen Nationalhymne, gefolgt von einer spektakulären Drohnenshow.
Italien zählt zu den erfolgreichsten Taekwondo-Nationen Europas. Bei Olympischen Spielen gewann das Land bisher fünf Medaillen, darunter zwei Goldmedaillen durch Carlo Molfetta (London 2012) und Vito Dell’Aquila (Tokio 2020). Hinzu kommen eine Silber- und eine Bronzemedaille aus der Zeit, als Taekwondo 1988 in Seoul und 1992 in Barcelona noch Demonstrationssportart war. Bei Weltmeisterschaften errang Italien bislang 25 Medaillen. Im Para-Taekwondo gewann Antonino Bossolo bei den Paralympischen Spielen 2024 in Paris die historische Bronzemedaille.
Die erste Station der World Taekwondo Grand Prix Series 2026 in Rom verzeichnete 255 Athletinnen und Athleten aus 51 Nationen sowie das Taekwondo Refugee Team und das Team von World Taekwondo (Costa Rica). Beim World Para Taekwondo Grand Prix gingen zudem 111 Sportlerinnen und Sportler aus 29 Ländern an den Start.
Olympia-Technischer Delegierter Mohamed Shaaban nimmt LA 2028 ins Visier
(21. Mai 2026) – World Taekwondo hat Council-Mitglied Mohamed Shaaban als Technischen Delegierten für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles bestätigt. Damit wird er diese Funktion zum zweiten Mal in Folge bei Olympischen Spielen übernehmen. Shaaban ist damit der jüngste Technische Delegierte in der Geschichte von World Taekwondo und zugleich der erste Vertreter des afrikanischen Kontinents in dieser Position.
Die erneute Ernennung durch World Taekwondo Präsident Dr. Chungwon Choue bezeichnet Shaaban als große Ehre und zugleich als besondere Verantwortung. Nach den wertvollen Erfahrungen bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris verfolgt er das Ziel, die Organisation der Taekwondo-Wettbewerbe für Los Angeles weiter zu verbessern.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus Paris sei die enge Zusammenarbeit mit dem Organisationskomitee gewesen. Regelmäßige Treffen über einen Zeitraum von zwei Jahren hätten maßgeblich zu einer reibungslosen Vorbereitung beigetragen. Dieses erfolgreiche Konzept soll nun auch auf dem Weg nach Los Angeles fortgesetzt werden. Gleichzeitig will Shaaban die in Paris identifizierten Optimierungsmöglichkeiten – insbesondere im Bereich des Kampfrichterwesens – gezielt angehen. World Taekwondo hat hierfür bereits Regeländerungen beschlossen, um Abläufe zu vereinfachen und menschliche Eingriffe weiter zu reduzieren.
Für die kommenden Vorbereitungen hat Shaaban drei zentrale Schwerpunkte definiert. Zum einen sollen Großveranstaltungen wie die Grand Prix Series und die Weltmeisterschaften genutzt werden, um organisatorische Abläufe unter Wettkampfbedingungen weiter zu testen und zu optimieren. Zum anderen arbeitet World Taekwondo kontinuierlich an der Weiterentwicklung des elektronischen Schutz- und Wertungssystems (PSS), wobei insbesondere die Technologie der Kopfschützer im Fokus steht. Darüber hinaus sollen Athletinnen und Athleten sowie Trainer weiterhin aktiv in den Entwicklungsprozess eingebunden werden, damit ihre Erfahrungen und Rückmeldungen unmittelbar in die Verbesserungen einfließen.
Die Zusammenarbeit mit dem Organisationskomitee von LA28 hat bereits begonnen. Die Taekwondo-Wettbewerbe werden im Los Angeles Convention Center stattfinden, das auch Austragungsort weiterer olympischer Sportarten sein wird. Während die Wettkämpfe in Paris vor der beeindruckenden Kulisse des Grand Palais stattfanden, sieht Shaaban in Los Angeles neue Möglichkeiten – insbesondere bei der Inszenierung der Wettkämpfe und der Präsentation des Sports.
Obwohl bis zu den Olympischen Spielen noch mehr als zwei Jahre verbleiben, richtet Mohamed Shaaban seinen Blick bereits auf das große Ziel: einen noch erfolgreicheren und besser organisierten olympischen Taekwondo-Wettbewerb bei den Spielen von Los Angeles 2028.
Usman Dildar soll als Technischer Delegierter den Paralympics-Auftritt in Los Angeles prägen
World Taekwondo hat den Vorsitzenden des Para-Taekwondo-Komitees, Usman Dildar, zum Technischen Delegierten für die Paralympischen Spiele 2028 in Los Angeles ernannt. Für Dildar ist es die erste Berufung in diese Funktion.
Der Brite bringt umfangreiche Erfahrung aus dem paralympischen Spitzensport mit. Bereits bei den Paralympischen Spielen in Tokio 2020 und Paris 2024 war er als Mitglied des Supervisory Boards sowie als Technical Operator im Einsatz. Seine Ernennung bezeichnete er als große Ehre und dankte World Taekwondo Präsident Dr. Chungwon Choue für das entgegengebrachte Vertrauen.
„Ich fühle mich zutiefst geehrt und freue mich sehr über diese Aufgabe. Ich werde mein Bestes geben, damit Para Taekwondo bei den Paralympischen Spielen in Los Angeles zu den herausragenden Wettkämpfen gehört“, sagte Dildar.
Als besondere Stärke bringt Dildar seine langjährige Erfahrung innerhalb der internationalen Para-Taekwondo-Gemeinschaft mit. Durch die enge Zusammenarbeit mit Kampfrichtern, technischen Offiziellen, Trainern und den nationalen Mitgliedsverbänden verfügt er über ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse und Herausforderungen des Sports.
Nach seiner Überzeugung zählt die familiäre Atmosphäre innerhalb des Para-Taekwondo zu den größten Stärken der Disziplin. Dieser enge Zusammenhalt werde auch maßgeblich zum Erfolg der Wettbewerbe in Los Angeles beitragen.
Als Technischer Delegierter wird Dildar eng mit dem Organisationskomitee von LA28 zusammenarbeiten und die Gesamtverantwortung für die sporttechnische Durchführung der Wettkämpfe tragen. Dank seiner Erfahrungen bei mehreren Olympischen und Paralympischen Spielen – darunter auch die Olympischen Spiele 2012 in London – sieht er sich bestens auf diese Aufgabe vorbereitet.
Die Vorbereitungen für LA28 haben bereits begonnen. Dildar lobte insbesondere die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Organisationskomitee und dessen großes Engagement, den Athletinnen und Athleten optimale Wettkampfbedingungen zu bieten.
Als Vorsitzender des Para-Taekwondo-Komitees hat Dildar die dynamische Entwicklung des Sports in den vergangenen Jahren maßgeblich begleitet. Allein im Jahr 2026 nahmen rund 30 neue Nationen an internationalen Para-Taekwondo-Veranstaltungen teil. Für die Paralympischen Spiele in Los Angeles rechnet er mit einer Rekordbeteiligung. Darüber hinaus sieht er insbesondere in Ozeanien und Afrika großes Potenzial für weiteres Wachstum, während sich Para-Taekwondo weltweit kontinuierlich weiterentwickelt.
THF beschließt neue globale Strategie und Flüchtlingsinitiativen zum zehnjährigen Bestehen
LAUSANNE, Schweiz (29. Mai 2026) – Der Vorstand der Taekwondo Humanitarian Foundation (THF) kam am Hauptsitz des Internationalen Hochschulsportverbandes (FISU) in Lausanne zu einer hybriden Sitzung anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Stiftung zusammen.
Unter dem Vorsitz von World Taekwondo Präsident und THF-Vorsitzendem Dr. Chungwon Choue zog der Vorstand Bilanz über ein Jahrzehnt erfolgreicher Arbeit. Aus einer zunächst kleinen Initiative sei eine international tätige Organisation entstanden, die inzwischen Zehntausenden geflüchteter Kinder und Jugendlicher in Jordanien, Ruanda, Eswatini, Frankreich und Malta neue Perspektiven eröffnet habe. Zugleich verabschiedete der Vorstand mehrere zukunftsweisende Projekte und strategische Entscheidungen.
„In den vergangenen zehn Jahren hat Taekwondo jungen Flüchtlingen die Möglichkeit gegeben, Selbstvertrauen, Würde und Hoffnung zu entwickeln“, sagte Dr. Choue. „Mit Blick auf die Zukunft müssen wir uns weiterentwickeln und dafür sorgen, dass unser Sport noch mehr jungen Menschen und benachteiligten Gemeinschaften weltweit helfen kann.“
Wichtige Projekte und Meilensteine
Zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres gehörte das erste Hope and Dreams Sport Festival, das vom 4. bis 6. Februar 2026 in Kigali (Ruanda) stattfand. Mehr als 270 junge Flüchtlinge aus den Lagern Mahama und Kiziba trainierten dort gemeinsam mit Jugendlichen aus der lokalen Bevölkerung und nahmen an Wettkämpfen sowie kulturellen Austauschprogrammen teil.
Auch der Aufbau einer sportlichen Förderstruktur für Flüchtlingsathletinnen und -athleten wurde weiter vorangetrieben. Von der THF unterstützte Sportlerinnen und Sportler nahmen erfolgreich an World-Taekwondo-Veranstaltungen in Wuxi, Malabo, Nairobi und Taschkent teil. Besonders hervorzuheben ist der Europameistertitel der Paralympics-Bronzemedaillengewinnerin Zakia Khudadadi bei der Para-Taekwondo-Europameisterschaft in München.
Im Rahmen der Europameisterschaft in München erhielt IOC-Ehrenpräsident auf Lebenszeit und Vorsitzender der Olympic Refuge Foundation (ORF), Thomas Bach, die Taekwondo Humanitarian Trophy als Anerkennung seines langjährigen humanitären Engagements im Sport.
Zum zehnjährigen Bestehen der Stiftung wurde zudem der Kurzfilm „From Promise to Impact: 10 Years of the Taekwondo Humanitarian Foundation“ uraufgeführt, der die Entwicklung und Erfolge der THF dokumentiert.
Neue Initiativen beschlossen
Um Flüchtlingen langfristig bessere Bildungs- und Entwicklungschancen zu eröffnen, verabschiedete der Vorstand mehrere neue Projekte.
Geplant ist unter anderem ein gemeinsames THF-FISU-Bildungsprogramm für Englisch im Flüchtlingslager Azraq in Jordanien. In einem digitalen Lernzentrum sollen künftig rund 120 Schülerinnen und Schüler bis zu 16 Unterrichtseinheiten pro Woche erhalten. Die THF übernimmt den Aufbau der Infrastruktur, während FISU Lehrkräfte aus seinem Alumni-Netzwerk in Jordanien vermittelt.
Darüber hinaus wurde die Finanzierung von Athlete Solidarity Grants verlängert. Mit diesen Fördermitteln sollen Flüchtlingsathletinnen und -athleten bei ihrer Teilnahme am G1 Solidarity’s Center Open 2026 in Montargis (Frankreich) unterstützt werden. Das Turnier ist ein wichtiger Schritt auf dem Qualifikationsweg zu den Olympischen und Paralympischen Spielen 2028 in Los Angeles.
Außerdem gab der Vorstand eine unabhängige wissenschaftliche Wirkungsanalyse der zehnjährigen Arbeit im Flüchtlingslager Azraq in Auftrag. Die Studie soll den Einfluss der Programme auf das Wohlbefinden der Teilnehmenden untersuchen und zugleich als Grundlage für zukünftige Berichte an Förderer und Partner dienen.
Strategischer Transformationsplan 2026–2030
Der Vorstand sprach sich außerdem einstimmig für den Strategischen Transformationsplan 2026–2030 aus. Ziel ist es, die Taekwondo Humanitarian Foundation zu einem weltweit vernetzten Global Solidarity Hub weiterzuentwickeln.
Die Strategie basiert auf drei zentralen Säulen:
- Sport-Plus-Modell: Verknüpfung von leistungsorientiertem Taekwondo-Training mit schulischer Bildung und der Vermittlung wichtiger Lebenskompetenzen.
- Internationale Expansion: Ausweitung der Programme auf weitere benachteiligte und vertriebene Gemeinschaften weltweit.
- Breitere Finanzierung: Gewinnung zusätzlicher institutioneller, unternehmerischer und privater Förderer. Ein wichtiger Baustein soll die neue digitale Plattform THF Action for Good werden, über die künftig Spendenaktionen und Hilfsprojekte transparent begleitet werden können.
Mit dem Beginn ihres zweiten Jahrzehnts bekräftigt die Taekwondo Humanitarian Foundation ihren Anspruch, weltweit zu zeigen, wie Sport Resilienz, Integration und Menschenwürde fördern und benachteiligten jungen Menschen neue Zukunftsperspektiven eröffnen kann.

































