Mike McKenzies Kolumne
Das Coaching-Paradox

Warum werden ausgerechnet diejenigen, die den Taekwondo-Sport täglich an der Basis voranbringen, bei wichtigen Entscheidungen häufig nicht einbezogen? Mit dieser Frage beschäftigt sich Mike McKenzie in seiner aktuellen Kolumne. Er beschreibt das „Coaching Paradox“: Aktive Trainer und Coaches tragen maßgeblich zum Erfolg von Vereinen, Wettkämpfen und Verbänden bei, werden bei Führungsaufgaben oder offiziellen Funktionen jedoch nicht selten übergangen.
Anhand persönlicher Erfahrungen und Beispielen aus Großbritannien kritisiert McKenzie Strukturen, in denen Verwaltungsfachleute ohne Taekwondo-Hintergrund häufig mehr Einfluss haben als langjährige Trainer mit umfangreicher Praxiserfahrung. Statt das Wissen derjenigen zu nutzen, die täglich mit Sportlern arbeiten, würden vielfach Ressourcen für Projekte eingesetzt, die an der Praxis vorbeigehen.
Sein Appell: Moderne Verbände brauchen professionelle Strukturen, sollten dabei aber die Erfahrung und Kompetenz aktiver Trainer stärker einbeziehen. Nur wenn Praxis und Verwaltung zusammenarbeiten, können sich Sport und Kampfkunst Taekwondo nachhaltig weiterentwickeln.