Mehr als ein Gürtel

Andreas Morhardt zieht Bilanz nach 14 Jahren im Prüfungswesen

Vierzehn Jahre lang prägte Andreas Morhardt das Prüfungswesen im Württembergischen Judo-Verband. Als Prüfungsreferent entwickelte er Ausbildungsmodelle, schulte Prüfer und begleitete zahlreiche Budoka auf ihrem Weg zum Dan-Grad. Mit seinem Rückzug aus dem Amt im Jahr 2025 zieht er Bilanz – und stellt eine Frage, die für alle Kampfkünste relevant ist: Was macht einen Meister wirklich aus?

Der Judoka mit dem 5. Dan (6. Ehrendan) und Dangraden in insgesamt 13 Budo-Systemen beschäftigte sich über viele Jahre intensiv mit Graduierungs- und Ausbildungssystemen verschiedener Kampfkünste. Seine zentrale Erkenntnis: Der schwarze Gürtel ist mehr als ein technischer Nachweis – er steht für Verantwortung, Haltung und persönliche Reife.

„Jedes System hat seine eigene Philosophie und Methodik was Prüfungen angeht. Keines ist perfekt – aber jedes kann uns etwas lehren.“

In seiner Arbeit legte Morhardt besonderen Wert darauf, Dan-Ausbildungen nicht nur technisch zu gestalten. Themen wie Trainerverantwortung, Prävention, Inklusion und der Umgang mit Prüfungsangst gehörten ebenso dazu.

„Das Prüferteam ist dafür verantwortlich, dass der Prüfling die Chance bekommt, seine beste Leistung zu zeigen.“

Auch die Verantwortung von Trainern sieht er weit über technische Inhalte hinaus:

„Judo kann jeder – es beizubringen ist unsere Verantwortung als Meister.“

Auch nach seinem Rückzug aus dem Prüfungsamt bleibt Morhardt dem Budo eng verbunden. Als Trainer beim KSV Esslingen steht er weiterhin regelmäßig auf der Matte und gibt seine Erfahrungen weiter.

📖 Den vollständigen Artikel und das ausführliche Gespräch mit Andreas Morhardt lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von Taekwondo Aktuell.

 https://www.taekwondo-aktuell.de/aktuelle-ausgabe-taekwondo-aktuell-im-maerz-2026/