World Taekwondo Poomsae Championships 2026

42 Entscheidungen, starke internationale Konkurrenz und vier Medaillen für Deutschland: Die Poomsae-Weltmeisterschaft in Chuncheon bot sportliche Höhepunkte, zeigte aber auch, wo Europas Poomsae-Sport vor großen Herausforderungen steht.
Vom 16. bis 20. September traf sich die internationale Poomsae-Elite im südkoreanischen Chuncheon. Gastgeber Südkorea unterstrich mit 20 Goldmedaillen seine Vormachtstellung und gewann zum 14. Mal in Folge die Gesamtwertung.
Für Deutschland verlief die WM erfolgreich: Heekyung Reimann wurde mit Gold im Einzel und gemeinsam mit Werner Unland im Paar zur Doppelweltmeisterin. Hinzu kamen Silber für das Frauenteam bis 50 Jahre und Bronze für Tina Herrmann.
Doch die deutsche Bilanz kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Europa vor allem in den jüngeren Altersklassen und im Freestyle zunehmend den Anschluss verliert.
„Ohne gezielte Maßnahmen wird sich dieser Abwärtstrend fortsetzen“, warnt Poomsae-Experte Peter R. Nestler, der in Chuncheon als internationaler Kampfrichter im Einsatz war.
Welche Konsequenzen sollten die europäischen Verbände ziehen? Und was zeigte die WM abseits der Wettkampfflächen?
Fotos: Denis Sekretev / World Taekwondo
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