Taekwondo-Geist und die United States Forces Korea (USFK)

Was macht den wahren Geist des Taekwondo aus? Dieser Frage geht Jeong In-cheol, ehemaliger Professor für Taekwondo-Theorie am Kukkiwon und heute Taekwondo-Ausbilder bei den United States Forces Korea, in seinem aktuellen Beitrag nach. Er beschreibt Taekwondo nicht nur als Kampfkunst, sondern als umfassendes Wertesystem, das Persönlichkeitsentwicklung, Verantwortung und den Dienst an der Gemeinschaft miteinander verbindet.

Im Mittelpunkt stehen die Begriffe Geukgi – das Überwinden eigener Grenzen ebenso wie äußerer Herausforderungen – und Hongik, das Ideal, zum Wohl anderer zu handeln. Ergänzt werden diese Grundprinzipien durch die Tugenden Respekt, Ehre und Mut, die nach Jeong die Grundlage für verantwortungsbewusstes Handeln bilden.

Anhand seiner Erfahrungen bei den United States Forces Korea zeigt der Autor, wie sich diese Werte im militärischen Alltag widerspiegeln und weshalb der Taekwondo-Geist auch heute nichts von seiner Aktualität verloren hat. Sein Fazit: Taekwondo vermittelt weit mehr als technische Fähigkeiten – es formt Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, Herausforderungen zu meistern und sich für Gerechtigkeit und die Gemeinschaft einzusetzen.

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Geukgi (Selbstkontrolle – sich selbst überwinden) Meister Jeong In-choul

In der aktuellen Kolumne aus der Reihe Die Werte des Taekwondo widmet sich Meister Jeong In choul dem Begriff Geukgi, der für Selbstkontrolle und das Überwinden der eigenen Schwächen steht.

Dabei geht es nicht darum, sich selbst grundsätzlich zu bekämpfen, sondern die negativen Anteile im eigenen Verhalten bewusst zu erkennen und zu kontrollieren. Eigenschaften wie Bequemlichkeit, Unehrlichkeit oder das Aufschieben von Aufgaben stehen dabei im Fokus. Gleichzeitig betont die Kolumne, dass der Mensch immer beide Seiten in sich trägt und Entwicklung genau darin liegt, mit diesen Gegensätzen umzugehen.

Eine zentrale Rolle spielen dabei Mut und Durchhaltevermögen. Mut bedeutet, das Richtige zu tun, auch wenn es Überwindung kostet. Durchhaltevermögen hilft dabei, Versuchungen standzuhalten und langfristig an den eigenen Zielen festzuhalten. Erst im Zusammenspiel dieser beiden Eigenschaften wird echte Selbstkontrolle möglich.

Anhand alltäglicher Beispiele aus dem Training wird deutlich, wie Geukgi praktisch gelebt werden kann. Es sind oft die kleinen Entscheidungen, die darüber bestimmen, ob wir unseren eigenen Ansprüchen gerecht werden oder nicht.

Die Kolumne macht deutlich, dass dieser Weg nicht perfekt verläuft. Rückschläge gehören dazu. Entscheidend ist, immer wieder neu anzusetzen und aus kleinen Erfolgen langfristige Stärke zu entwickeln.

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Was bedeutet Taekwondo für Dich?

Was bedeutet Taekwondo wirklich? Diese Frage stellt Meister Jeong In-choul in seiner aktuellen Kolumne – ausgelöst durch den Besuch seines langjährigen Freundes und Taekwondo-Lehrers Meister Edward aus Norwegen.

Die beiden trainierten gemeinsam in Incheon und erinnerten sich an Seminare und gemeinsame Erlebnisse der vergangenen Jahre. Seit dem ersten Seminar, das Meister Jeong 2017 in Norwegen gab, hat Edward kein einziges Seminar verpasst. Besonders bewegend war für ihn ein Moment aus dem Jahr 2023: Nach einem Seminar in Oslo zeigte Edward ihm ein kleines Notizbuch, in dem er seit Jahrzehnten die Unterschriften aller Meister sammelt, von denen er gelernt hat.

Diese Begegnung brachte Meister Jeong zum Nachdenken über seine eigene Haltung zum Taekwondo.
„Für mich war Taekwondo wie die Luft – immer da, immer selbstverständlich. Für viele europäische Meister jedoch ist es ein Traum, für den sie nach Feierabend kämpfen.“

Während Taekwondo in Korea oft leicht zugänglich ist, investieren viele europäische Trainer enorme Zeit und Energie, um neben ihrem Beruf zu trainieren und zu unterrichten. Diese Hingabe erinnerte ihn daran, dass das, was für ihn selbstverständlich war, für andere ein Lebensziel sein kann.

„Was leicht zu bekommen ist, wird leicht vergessen. Was unter Mühen erarbeitet wird, bleibt im Herzen.“

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„Danke für Ihren Dienst“ – Meister Jeong In-Choul

In seiner aktuellen Kolumne berichtet Meister Jeong In-choul von seinen ersten Monaten als Taekwondo-Instruktor für die U.S. Forces Korea in Camp Casey. Dabei schildert er nicht nur seine Erfahrungen in einer völlig neuen Umgebung, sondern reflektiert auch über Verantwortung, Dankbarkeit und die verbindende Kraft des Taekwondo.

Nach seiner Versetzung nach Camp Casey stand zunächst die Eingewöhnung in den militärischen Alltag im Vordergrund. Schon nach kurzer Zeit waren seine Taekwondo-Trainingsprogramme jedoch an fünf Tagen pro Woche vollständig ausgelastet – ein bemerkenswerter Erfolg. Mit zunehmender Vertrautheit mit den Abläufen auf der Basis begann er, seine neue Aufgabe auch aus einer größeren Perspektive zu betrachten.

Ausgehend von seiner Sicht auf die moderne Geschichte Koreas beschreibt Jeong seine tiefe Dankbarkeit gegenüber den Vereinigten Staaten und deren Rolle für die Entwicklung der Republik Korea. Diese Überzeugung war für ihn auch ein wichtiger Grund, gemeinsam mit seiner Familie nach Dongducheon zu ziehen und die Aufgabe bei den U.S. Forces Korea anzunehmen.

Im täglichen Kontakt mit amerikanischen Soldaten gewann er großen Respekt für deren Einsatz. Besonders beeindruckt zeigt er sich von den persönlichen Opfern, die viele Soldaten auf sich nehmen, indem sie über lange Zeit fern ihrer Familien dienen und sich intensiv auf mögliche Einsätze vorbereiten. Für Jeong sind diese Erfahrungen Anlass, den Soldaten regelmäßig seinen Dank auszusprechen.

Im Mittelpunkt seiner Kolumne steht die Überzeugung, dass selbst kleine Gesten und aufrichtige Worte eine Brücke zwischen Menschen und Kulturen schlagen können. Taekwondo wird dabei nicht nur als Kampfkunst oder Sport verstanden, sondern auch als Mittel der Begegnung, des Respekts und des gegenseitigen Verständnisses.

Mit seinem Beitrag zeigt Meister Jeong, wie eng die Werte des Taekwondo mit Dankbarkeit, Dienstbereitschaft und menschlicher Verbundenheit verknüpft sein können – Werte, die weit über das Dojang hinausreichen.

Der vollständige Beitrag erscheint in der aktuellen Ausgabe von Taekwondo Aktuell.

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